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11.07.2015

03:56 Uhr

Nach Anschlag auf Touristen

Berlin plant EU-Grenzschutzmission für Tunesien

Deutschland will das durch den Terroranschlag auf Urlauber erschütterte Tunesien unterstützen. Geplant sei eine EU-Grenzschutzmission. Zudem sollen gezielte Initiativen den drohende Einbruch beim Tourismus auffangen.

Am Strand von Sousse erinnert eine Gedenktafel an die Opfer des Anschlags am 26. Juni. dpa

Gedenken an Terror-Opfer

Am Strand von Sousse erinnert eine Gedenktafel an die Opfer des Anschlags am 26. Juni.

Berlin/TunisNach dem jüngsten Anschlag auf Touristen in Tunesien will Deutschland das nordafrikanische Land einem Zeitungsbericht zufolge mit mehreren Initiativen unterstützen. Bundesaußenminister Frank-

Mit Unterstützung aus Großbritannien und Frankreich habe Steinmeier für den nächsten Außenministerrat am 20. Juli einen entsprechenden Beschluss vorbereitet. Eine Grenzschutzmission würde es Tunesien erleichtern, seine langen Grenzen nach Algerien und insbesondere nach Libyen besser zu schützen.

Außerdem startete Deutschland nach "SZ"-Informationen auch im Kreise der G-7 eine Initiative, um dem drohenden Einbruch beim Tourismus etwas entgegen zu setzen. So werde überlegt, gestützt durch Zuschüsse, Kredite und Experten aus den G-7-Staaten, drei bis vier Großprojekte möglichst schnell und unbürokratisch zu starten, um für die Menschen eine wirtschaftliche Perspektive auch jenseits des Tourismus zu schaffen.

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Zudem wolle die Bundesregierung auch die bilaterale Zusammenarbeit ausbauen. So wollten das Auswärtige Amt und das Bundesinnenministerium insbesondere tunesische Sicherheitsbehörden durch Ausbildung und Ausrüstung stärken. Ein islamistischer Attentäter aus Tunesien hatte Ende Juni in einem Badeort nahe Sousse 38 Menschen erschossen, darunter auch zwei Deutsche. Mitte März hatten zwei Tunesier beim Angriff auf das Bardo-Nationalmuseum in der Hauptstadt Tunis 21 Touristen und einen Polizisten getötet. Zu beiden Anschlägen hatte sich die Dschihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) bekannt.

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