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04.06.2012

00:39 Uhr

Nach Anti-Nazi-Demo

Polizei will bei Demos künftig Gummischrot einsetzen dürfen

Trotz tausenden Polizisten im Einsatz, haben Demonstranten am Samstag Teile Hamburgs in ein Katastrophengebiet verwandelt. Der Polizei fehle die Handhabe, klagt diese nun. Die „linken Chaoten“ seien völlig skrupellos.

„Wenn Wasserwerfer nicht mehr reichen“, brauche die Polizei mehr Mittel zur Verteidigung, sagte der Gewerkschaftsvorsitzende Rainer Wendt der „Bild“-Zeitung. dpa

„Wenn Wasserwerfer nicht mehr reichen“, brauche die Polizei mehr Mittel zur Verteidigung, sagte der Gewerkschaftsvorsitzende Rainer Wendt der „Bild“-Zeitung.

BerlinNach den gewaltsamen Ausschreitungen in Hamburg mit 38 verletzten Beamten fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft den Einsatz von Distanzwaffen gegen Randalierer.

„Wenn Wasserwerfer nicht mehr reichen, muss die Polizei als Antwort auf die Steine, Brandsätze und Stahlkugeln der Demonstranten Gummigeschosse einsetzen“, sagte der Gewerkschaftsvorsitzende Rainer Wendt der „Bild“-Zeitung.

„Die linken Chaoten sind rücksichtslos und brutal gegen die Einsatzkräfte der Polizei vorgegangen. Offenbar schrecken sie nicht mal mehr davor zurück, Polizisten zu töten“, sagte Wendt.

Am Rande eines Aufmarsches von 700 Neonazis war es am Samstag in Hamburg zu schweren Krawallen gekommen. Hunderte vermummte Demonstranten aus der linken Szene attackierten Polizisten mit Flaschen und Böllern.

Müllcontainer und Autos gingen in Flammen auf. 26 Demonstranten beider Seiten wurden fest- und 62 in Gewahrsam genommen. Die Polizei war mit einem Großaufgebot von 4400 Beamten im Einsatz.

Von

dpa

Kommentare (27)

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Account gelöscht!

04.06.2012, 06:53 Uhr

Auch der Steuerzahler darf doch wohl den effektiven Einsatz seiner Steuergelder erwarten ,
es kann nicht sein , das hunderte beamte in Bereitschaft gehalten werden, nur um diese Leute weg zutragen !!!

Wir fordern Wasserwerfer,Gummigeschosse und Reizgas als Zwangsmittel bei jeder öffentlichen Kundgebung,dabei reicht eine handvoll Beamte völlig aus wenn sie diese Mittel wissen einzusetzen .

Qualitaetspruefer

04.06.2012, 07:13 Uhr

Als Quelle dieses Artikels wird die "dpa" angegeben. Ich frage mich, ob auch die Überschrift vom "dpa"-Praktikanten verfasst wurde, oder ob diese in der Handelsblatt-Redaktion entstand. Es wird reißerisch von "Gummischrot" geschrieben. Davon hatte ich bis heute noch nie zuvor gehört. Im Fließtext heißt es dann auch "Gummigeschosse". Die kennt mann auch aus Fernsehberichten aus anderen Ländern. Mit ein bisschen Allgemeinbildung weiß man, das man nicht mit Schrot, sei es aus Blei oder aus Gummi, auf Menschen schießt.
Mit freundlichen Grüßen
Sven O. Siemens

Thomas-Melber-Stuttgart

04.06.2012, 07:46 Uhr

Anmerken sollte man vielleicht, daß Gummigeschosse (Gummischrot gibt es auch) schwerste Verletzungen verursachen und auch lethal sein können.

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