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25.01.2017

16:28 Uhr

Nach Berlin-Anschlag

Kölner Karneval mit Fahrzeugsperren

Nach den Anschlägen des vergangenen Jahres beschäftigen sich die Behörden deutschlandweit mit neuen Sicherheitskonzepten für Straßenfeste. An Karneval will die Kölner Polizei wieder Fahrzeugsperren einsetzen.

Betonblockaden sollen auch in Köln für mehr Sicherheit sorgen. dpa

Fahrzeugsperren in Stuttgart

Betonblockaden sollen auch in Köln für mehr Sicherheit sorgen.

KölnNach den Terror-Anschlägen mit Lastwagen in Nizza und Berlin wird der Karneval in den rheinischen Hochburgen mit Fahrzeugsperren abgesichert. In Köln und Düsseldorf laufen entsprechende Vorbereitungen.

„Die allgemeine Sicherheitslage, die Bedrohung durch Terrorismus, hat Auswirkungen auf das Handeln der Polizei“, sagte Kölns Polizeipräsident Jürgen Mathies der Deutschen Presse-Agentur. Bereits beim Feuerwerksspektakel „Kölner Lichter“ – kurz nach dem Lastwagen-Anschlag von Nizza – habe man Fahrzeugsperren eingesetzt. Die Ereignisse von Berlin hätten die Notwendigkeit nochmals verdeutlicht. „Wir werden auch an Karneval wieder Fahrzeugsperren sehen. Zum Teil aus Beton, zum Teil aus anderen Fahrzeugen“, sagte Mathies.

Auch in Düsseldorf soll es am Rosenmontagszug entsprechende Barrieren geben. „Wir wissen noch nicht ganz genau, wo es Sinn macht und wo es keinen Sinn macht“, sagte der Geschäftsführer des Comitees Düsseldorfer Carneval, Hans-Jürgen Tüllmann am Mittwoch. „Aber auf jeden Fall wird da was passieren, definitiv“, sagte er. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung darüber berichtet.

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Auch andernorts wird bereits über die Sicherheit an Karneval diskutiert. Die Stadt Essen kündigte Anfang der Woche an, bei Umzügen „Fahrzeuge des Amtes für Straßen und Verkehr oder der Polizei gut sichtbar an unmittelbaren Zufahrten zu den einzelnen Veranstaltungen zu platzieren“. Damit wolle man die Gefahr eines Anschlagsszenarios wie zuletzt in Berlin minimieren.

Die Kölner Polizei hatte zuletzt auch an Silvester auf derartige Barrieren zurückgegriffen. Sie sollen bestimmte Wege so verstellen, dass keine Fahrzeuge auf Menschenmengen zusteuern können. In Berlin war im Dezember ein Lastwagen auf diese Weise als Waffe missbraucht worden und in einen Weihnachtsmarkt gefahren. Zwölf Menschen starben, viele wurden schwer verletzt. Bei einem ähnlichen Anschlag im Sommer 2016 an der Uferpromenade in Nizza kamen 86 Menschen ums Leben.

Unter diesem Eindruck hatten viele Städte bereits ihre Sicherheitsvorkehrungen für Weihnachtsmärkte und zu Silvester verschärft. Vielfach wurden Betonpoller aufgestellt, etwa in Berlin. In Duisburg wurden an Zufahrtswegen mobile Sperren errichtet, um ein schnelles Durchfahren von Fahrzeugen zu verhindern. Dortmund reagierte mit einem Durchfahrtsverbot für schwere Lastwagen in der Innenstadt.

Das Thema wird nach dem Karneval auch die Kirmessaison in diesem Jahr begleiten. Der Deutsche Schaustellerbund (DSB) rechnet mit mehr Betonpollern bei Volksfesten. „Bestimmt wird es das geben“, sagte kürzlich Hauptgeschäftsführer Frank Hakelberg dazu der dpa. Überall würden die Sicherheitskonzepte überdacht.

Von

dpa

Kommentare (1)

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elly müller

25.01.2017, 12:51 Uhr

Das ist also aus unserem Land geworden, wir müssen uns "einkasteln" damit wir nicht von Idioten angegriffen werden!
Was soll das? Ist dieses Land nicht in der Lage für Recht und Ordnung zu sorgen? Ist dieses Land nicht in der Lage endlich die Grenzen dicht zu machen?
Über die bayerische Grenze kommen und zwar nur weil kontrolliert wird, nach wie vor ca. 1200 bis 1600 Flüchtlinge monatlich über die Grenze, die Dunkelziffer ist viel höher. Im Jahr 2016 lag die Zahl der aufgegriffenen Flüchtlinge bei kontrollen an der Grenze bei 77 000!
Im Jahr 2014 kamen 9000 Flüchtlinge die aufgegriffen wurden im gesamten Jahr!
Alles Zahlen aus dem Münchner Merkur!

So kann das doch nicht weiter gehen! Ich habe keine Lust in meinem Heimatland meine Freiheit immer mehr eingeschränkt zu bekommen! Freiheit ist doch unser höchstes Gut Frau Merkel!?
Keine Poller oder Betonblöcke sondern Abschiebungen, das ist das Gebot der Stunde!

Keine Poller, keine Zäune und immens teures Sicherheitspersonal, keine zusätzlichen Kameras, wer hier nicht lebt wie wir muss sofort raus!

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