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30.11.2016

12:54 Uhr

Nach Cyber-Attacke auf die Telekom

Politik will bei Hackerangriffen enger mit Firmen zusammenarbeiten

Der Angriff auf die Telekom diese Woche hat gezeigt: Es gibt Handlungsbedarf bei der Abwehr von Cyber-Attacken – und der ist wohl größer, als die Firmen wahrhaben wollen. Nun wollen Politiker die Zügel enger schnallen.

Der ehemalige Staatskonzern wurde von unbekannten Hackern angegriffen. 900.000 Router von Kunden waren betroffen. Nun will die Politik eingreifen. dpa

Deutsche Telekom in Bonn

Der ehemalige Staatskonzern wurde von unbekannten Hackern angegriffen. 900.000 Router von Kunden waren betroffen. Nun will die Politik eingreifen.

BerlinNach dem Angriff auf die Router der Deutschen Telekom werden Forderungen aus der Politik nach mehr Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen lauter. Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) plädierte für eine engere Kooperation von Bund und Ländern. „Wir müssen uns schlichtweg an einen Tisch setzen, Erkenntnisse und Informationen austauschen, dann werden wir auch besser werden“, sagte Jäger am Mittwoch dem RBB-Inforadio. Es müsse verhindert werden, dass Hacker an kritische Infrastrukturen wie etwa die Stromversorgung gelangten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich am Dienstag bereits für eine engere Zusammenarbeit mit Unternehmen ausgesprochen. Die Politik sei auf die Sachkompetenz der Industrie angewiesen. „Deshalb müssen wir in den Cyber-Fragen eng zusammenarbeiten.“

Unterdessen kritisierte der netzpolitische Sprecher der Grünen, Konstantin von Notz, die Bundesregierung. Sie habe das Thema IT-Sicherheit „über Jahre nicht ernstgenommen“, sagte von Notz der Funke-Mediengruppe. Anfang der Woche hatten sich Angreifer Zugang zu rund 900.000 Internet-Routern der Deutschen Telekom verschafft und diese weitgehend lahmgelegt.

Die Attacke auf die Telekom-Router ist nach Einschätzung von Experten nur die „Spitze des Eisbergs“. „Angriffe auf Schwachstellen von Routern sind für Angreifer äußerst lukrativ“, sagte Tim Berghoff vom IT-Sicherheitsdienstleister G Data. Theoretisch wäre es möglich gewesen, die Geräte unbemerkt zu kapern und später zu einem Botnetz zu verbinden, über das dann etwa Spam-Mails versendet oder auch sensible Daten ausspioniert werden könnten.

Kommentare (1)

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30.11.2016, 15:14 Uhr

"Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

@ Herr Hoffmann

ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

@Porters

VIELEN DANK Herr Porters,
es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
Schön das Sie das zu schätzen wissen.

Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke....

ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
Danke

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