Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.06.2016

06:57 Uhr

Nach dem Orlando-Massaker

Wir setzten ein „offenes Leben“ fort

Nach dem Attentat von Orlando spricht Kanzlerin Merkel den Angehörigen ihre Anteilnahme aus. „Unser Herz ist schwer, dass der Hass und die Bösartigkeit eines einzelnen Menschen über 50 Leben gekostet hat“, sagte sie.

„Unser Herz ist schwer, dass der Hass und die Bösartigkeit eines einzelnen Menschen über 50 Leben gekostet hat.“ AP

Angela Merkel

„Unser Herz ist schwer, dass der Hass und die Bösartigkeit eines einzelnen Menschen über 50 Leben gekostet hat.“

PekingKanzlerin Angela Merkel (CDU) hat das Massaker von Orlando als erschreckend bezeichnet und zugleich versichert, dass Deutschland auch im Angesicht derartiger Grausamkeiten ein offenes Land bleiben werde. „Unser Herz ist schwer, dass der Hass und die Bösartigkeit eines einzelnen Menschen über 50 Leben gekostet hat“, sagte Merkel am Montag am Rande der deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen in Peking. Aber auch solch mörderische Anschläge und die tiefe Trauer darüber würden Deutschland nicht davon abhalten, ein „offenes Leben“ fortzusetzen.

Merkel sprach US-Präsident Barack Obama, den Opfern, den Angehörigen und den Helfern ihre Anteilnahme aus. Auch Chinas Ministerpräsident Li Keqiang sprach den Opfern und ihren Angehörigen seine Anteilnahme aus. China wende sich gegen jede Form von Gewalt und Terrorismus.

Die schlimmsten Amokläufe und Bluttaten in den USA

1. August 1966

Von einem Turm der der Universität von Texas schießt ein Amokläufer mehr als eine Stunde lang auf Passanten. Mindestens 14 Menschen werden getötet.

18. Juli 1984

In einem Schnellrestaurant in Kalifornien erschießt ein 41-Jähriger wahllos 21 Menschen. Er wird von einem Polizisten erschossen.

16. Oktober 1991

Im Texanischen Killeen tötet ein Mann in einer Cafeteria 23 Menschen. Anschließend begeht er Suizid.

20. April 1999

Zwei Schüler erschießen an der Columbine High School in Littleton (Colorado) zwölf Schüler und einen Lehrer und verletzen 24 Menschen. Die Täter nehmen sich das Leben.

April 2007

An der Technischen Universität von Virginia erschießt ein Student 32 Menschen und verletzt 15. Die Tat gilt als der bis dahin blutigste Amoklauf in der Geschichte der USA.

April 2009

In Binghamton (New York) erschießt ein Mann 13 Menschen in einem Verwaltungsgebäude.

November 2009

In der Militärbasis Fort Hood (Texas) tötet ein Armeepsychologe 13 Menschen und verletzt 42.

Juli 2012

Während der Mitternachts-Preview eines „Batman“-Films tötet ein 24-Jähriger in einem Kino in Aurora (Colorado) zwölf Menschen. 70 werden verletzt.

Dezember 2012

Beim bis dahin schlimmsten Amoklauf an einer US-Schule kommen in Newtown (Connecticut) 27 Menschen ums Leben, darunter 20 Kinder. Der 20-jährige Schütze tötet sich selbst.

Dezember 2015

 Im kalifornischen San Bernardino töten ein Mann und eine Frau 14 Menschen. Sie sterben später im Kugelhagel der Polizei. Es handelte sich um einen islamistischen

Bei der bisher schlimmsten Bluttat eines einzelnen Todesschützen in der US-Geschichte wurden am Sonntag in einem Schwulenclub in Orlando (Florida) 50 Menschen getötet und 53 verletzt. Die Hintergründe des Massakers sind noch unklar. Der Täter hatte sich zwar zum Islamischen Staat (IS) bekannt. Doch noch ist unklar, ob die Terrororganisation wirklich über seine Pläne informiert war und aktiv mitwirkte.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×