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07.07.2015

01:57 Uhr

Nach Dresdener Oberbürgermeisterwahl

Pegida will bei vier Landtagswahlen antreten

Die islamfeindliche Bewegung Pegida möchte bei den vier Landtagswahlen im kommenden Jahr Kandidaten ins Rennen schicken. Der erste Versuch soll laut Mitbegründer Bachmann in Baden-Württemberg gestartet werden.

Pegida-Mitbegründer Lutz Bachmann zeigt sich zuversichtlich: Die Entscheidung, Kandidaten bei den vier Landtagswahlen aufzustellen, sei ein Ergebnis des Erfolges der jüngsten Dresdener Oberbürgermeisterwahl. AFP

Lutz Bachmann

Pegida-Mitbegründer Lutz Bachmann zeigt sich zuversichtlich: Die Entscheidung, Kandidaten bei den vier Landtagswahlen aufzustellen, sei ein Ergebnis des Erfolges der jüngsten Dresdener Oberbürgermeisterwahl.

LeipzigDer Mitbegründer der anti-islamischen Pegida-Bewegung, Lutz Bachmann, hat angekündigt, dass sein Bündnis künftig bei Landtagswahlen antreten will. „Wir werden bei den im nächsten Jahr in Deutschland anstehenden vier Landtagswahlen Kandidaten ins Rennen schicken“, sagte Bachmann nach Angaben der „Leipziger Volkszeitung“ (Dienstagsausgabe) bei einem Auftritt am Montagabend in der Leipziger Innenstadt. Pegida werde dabei aber nicht als Partei, sondern als Bürgerbewegung agieren, erklärte der Dresdner demnach.

„Zum ersten Mal werden wir am 16. März bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg versuchen, mit Direktmandaten in den Landtag zu kommen“, erklärte Bachmann laut „LVZ“ bei einer Versammlung, zu der laut Polizeiangaben etwa 800 Anhänger gekommen seien. Diese Entscheidung sei ein Ergebnis des Erfolges bei der jüngsten Dresdener Oberbürgermeisterwahl.

Dabei hatte die Pegida-Kandidatin Tatjana Festerling im ersten Wahlgang Anfang Juni fast zehn Prozent der Stimmen geholt. Dies sei innerhalb weniger Wochen und mit einem extrem kleinem Budget gelungen, sagte Bachmann dem Bericht zufolge. „Mit mehr Vorbereitung und mehr Einsatz wären 25 Prozent möglich gewesen“, fügte er hinzu.

Neben Baden-Württemberg werden im kommenden Jahr auch in Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern neue Landesparlamente gewählt. Pegida ist die Abkürzung von Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes, Hochburg der Bewegung ist Dresden. Im Januar spaltete sich Pegida im Streit um Bachmanns Haltung auf.

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afp

Kommentare (4)

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Herr Markus Bullowski

07.07.2015, 08:16 Uhr

Keine gute Idee. Der Westen hat bereits mehrere erfolglose Protestparteien und zudem die AfD, deren weitere Richtung/Erfolg nach dem letzten Parteitag auf wackeligen Beinen steht. Das Potential für rechte Bewegungen ist hier begrenzt, was u.A. daran liegt, dass die Bevölkerung die Einwanderungswellen der letzten Jahrzehnte vielleicht nicht immer gut fand, aber letztlich damit Frieden geschlossen hat und in Spalterischem keine Lösung sieht.
Bei der AfD ist (war?) das anders, weil deren gemäßigte Führung aus Professoren und Ökonomen gewissermaßen eine Garantie dafür war, dass konstruktive und nicht extreme Lösungen gesucht werden.
Eine weitere rechte Partei würde hier der geschwächten AfD Konkurrenz machen, die Simmen der Kleinparteien weiter spalten.

Herr Hans Mayer

07.07.2015, 08:29 Uhr

Die ganz normale Folge von dem was in Dresden angefangen hat, die AfD und Pegida sind natürliche Verbündete, die Altparteien werden sich warm anziehen müssen.
Vor allem hier in BW haben viele endgültig die Schnautze von Rot -Grün/innen Märchenerzählern.

Frau ke Schludewig

07.07.2015, 08:40 Uhr

Es gab schon immer Krieg und schon immer Flüchlinge.
Was aber derzeit an Flüchtlingen aufgenommen wird, ist nicht normal.
Es werden bei uns sogar Neubauten für Flüchtlinge geplant.
Für mich hat in "D" oder im Ausland noch keiner eine Wohnung gebaut.

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