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14.05.2012

18:58 Uhr

Nach erfolgreichen Wahlen

FDP will Rückenwind nutzen

Die Wahlerfolge in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein haben der FDP neues Selbstvertrauen geschenkt. Vermehrt wird nun über neue Bündnisse nachgedacht. Und auch Parteichef Rösler profitiert von der Trendwende.

Wollen den Schwung mitnehmen: Rösler, Kubicki und Lindner (l-r) Reuters

Wollen den Schwung mitnehmen: Rösler, Kubicki und Lindner (l-r)

BerlinNach ihren Erfolgen bei den Landtagswahlen will sich die FDP auch in der Bundespolitik stärker profilieren, dabei aber ein verlässlicher Koalitionspartner bleiben. Die Ergebnisse am Sonntag in Nordrhein-Westfalen und zuvor in Schleswig-Holstein mit mehr als acht Prozent seien eine „absolute Ermutigung für die gesamte Bundespartei“, sagte Parteichef Philipp Rösler am Montag in Berlin. Das „Vorschussvertrauen“ müsse nun durch „solides seriöses Arbeiten in dieser Regierungskoalition“ gerechtfertigt werden. Die FDP wolle Korrektiv und „Stimme der Vernunft“ in dem Bündnis sein.

Führende Parteimitglieder stärkten Rösler zugleich den Rücken, obwohl er nach Angaben von Wahlforschern wenig Anteil an dem guten Abschneiden seiner Partei in beiden Ländern hat. In der Vorstandssitzung wurde nach Angaben von Teilnehmern von mehreren Seiten vor einer Personaldebatte gewarnt. Führende Liberale sprachen sich darüberhinaus dafür aus, die FDP im Bund stärker von ihrer Bindung an die Union zu lösen und Offenheit für ein „Ampel“-Bündnis mit SPD und Grünen zu zeigen.

Rösler unterstrich, die FDP sei erfolgreich, wenn sie klar Position beziehe und konsequent für ihre Positionen eintrete, etwa in der Entschuldungs- oder Energiepolitik. Das Ergebnis dürfe die FDP aber nicht dazu verleiten, „vor Kraft kaum laufen zu können“. Auch Fraktionschef Rainer Brüderle mahnte, die FDP müsse einem inneren Kompass folgen. In NRW habe sie durch „Orientierung, klare Kante, seriöse Personen und einen guten Stil“ gepunktet.

Führende Parteimitglieder bekräftigten zudem, Rösler erhalte durch die Wahlen Rückenwind. „Das Problem ist nicht Philipp Rösler“, sagte Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Schleswig-Holsteins FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki betonte, der Bundesvorsitzende sei gestärkt und nicht geschwächt. Rösler wird angelastet, dass sich unter seiner Führung die Umfragewerte im Bund bislang kaum verbessert haben.

Kommentare (3)

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Baier

14.05.2012, 19:50 Uhr

diese "Nonsensrede" von Rösler zur NRW-Wahl war wieder einsame Klasse.Wie kann man mit vielen Worten so wenig und das so holprig rüberbringen? Löst den Mann endlich ab! Er ist völlig überfordert.

DankKraftEinNeuesWirGefuehl

14.05.2012, 22:06 Uhr

Habt endlich ein Einsehen mit dieser für die profite stehenden Partei. Nachdem sich offentlich viele der omnipotente cdU-Wähler dazu herabließen, konnte "Lindner" ganz von alleine (?), wunderbarerweise die fdp über die 5% Hürde hieven.

Gut zu wissen, es hat für schwarzgelb nicht gereicht. Doch Gemach, dort wird schon wieder daran gebastelt, mit welcher Arithmethik die Wahlen in 2013 gewonnen werden sollen.

Wenn LINKS nun noch versteht, daß sie gemeinsame Interessen im Bund und im Sinne der WählerINnen vertreten will, dann sollten sie gemeinsam die neue Kraft wirken lassen. Somit bleiben uns dann die Eiertänze auf Machtspiele von Wahl zu Wahl erspart.

RobertSchumansErben

15.05.2012, 11:10 Uhr

Die DREI "für die profite" von der Tankstelle, sie wissen solange sie dort arbeiten, sorgen "zufriedene Kunden" allseits für ihr Wohl. Na denn Prost ihr "unzufriedenen Wähler" der schwarzen Fraktion.

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