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05.06.2014

15:23 Uhr

Nach EZB-Zinssenkung

AfD-Vize Henkel fordert Abkehr vom „Einheits-Euro“

VonDietmar Neuerer

ExklusivDie AfD nutzt den jüngsten Zinsschritt der EZB für weitere scharfe Kritik am „Einheits-Euro“. Vize-Parteichef Hans-Olaf Henkel spricht von einem „unmoralischen Subventionsprogramm für die deutsche Industrie“.

AfD-Vize Hans-Olaf Henkel: „Jämmerliches Schauspiel“ dpa

AfD-Vize Hans-Olaf Henkel: „Jämmerliches Schauspiel“

BerlinDer stellvertretende Vorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD), Hans-Olaf Henkel, hat die Abwehrstrategie der Europäischen Zentralbank (EZB) gegen eine Deflation in der Euro-Zone scharf kritisiert und Konsequenzen gefordert. „Der neueste Zinsschritt der EZB zeigt wieder einmal: Eine Abkehr vom Einheits-Euro ist nicht nur ein Gebot der Fairness gegenüber den deutschen Sparern und Steuerzahlern, es ist auch ein Gebot der Solidarität mit dem Süden“, sagte Henkel Handelsblatt Online.

Henkel, der bei der Europawahl ins EU-Parlament gewählt wurde, kritisierte, die „Euromantiker“ hätten nicht begriffen, dass der Euro längst zu schwer für den Süden einschließlich Frankreich und zu leicht für Deutschland geworden sei. „Der Einheits-Euro ermöglicht der deutschen Industrie, die Welt mit einem aus ihrer Sicht unterbewerteten Euro mit deutschen Waren zu beglücken“, sagte der ehemalige Präsident des Bundesverbandes der deutschen Industrie. Dagegen dürften der deutsche Steuerzahler und seine Kinder die finanziellen Folgen eines aus südlicher Sicht überbewerteten Euro tragen. „Was für ein groteskes, ja unmoralisches Subventionsprogramm für die deutsche Industrie.“

Den Sparkassenverbänden und Lebensversicherungen warf Henkel ein „jämmerliches Schauspiel“ vor. „Sie jammern leise über die Niedrigstzinsen und preisen laut die Segnungen des Einheits-Euro“, sagte er. „Sie sind einfach zu feige, die wahre Ursache laut zu benennen.“ Stattdessen hielten sie in „unverbrüchlicher Treue“ an der Gemeinschaftswährung fest. „Bestenfalls unter „vier Augen“ geben sie zu, dass eine Einheitswährung zwangsläufig immer zu einem „One-size-fits-all“-Zinssatz führen muss, der dann zu einem „One-size-fits-none“-Zinssatz führt. Zu hoch für die französische Exportwirtschaft, zu niedrig für die deutschen Sparer“, sagte Henkel.

Kommentare (1)

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06.06.2014, 12:46 Uhr

Weg mit diesem Monopoligeld. Mit dessen Einführung wurde der 5te vor dem ersten Schritt getan und einige Politiker sonnten sich im Erfolg. Die Unterschiede der am Euro beteiligten Länder können nicht größer sein und solange diese Unterschiede bestehen, kann und darf es keine gemeinsame Währung geben. Dies haben deren Kritiker schon vor dessen Einführung gesagt und geschrieben. All das, was sie prophezeiten, ist eingetreten, zum Schaden besonders der Deutschen und das war wohl auch die Absicht.

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