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29.01.2014

10:36 Uhr

Nach Gerichtsurteil

Maas will Adoptionsrecht für Homosexuelle reformieren

Bislang haben homosexuelle Paare im Adoptionsrecht noch mit einigen Hürden zu kämpfen. Justizminister Maas hat nun eine Reform angestoßen, die ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes umsetzen soll.

Justizminister Heiko Maas (SPD): „Wir werden weiter darauf hinwirken, dass bestehende Diskriminierungen von gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften beendet werden.“ dpa

Justizminister Heiko Maas (SPD): „Wir werden weiter darauf hinwirken, dass bestehende Diskriminierungen von gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften beendet werden.“

BerlinJustizminister Heiko Maas (SPD) bereitet einen Gesetzentwurf zur Gleichstellung von Homosexuellen im Adoptionsrecht vor. „Wir setzen jetzt das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Sukzessivadoption sehr schnell um“, sagte Maas dem Berliner „Tagesspiegel“ vom Mittwoch. Dabei geht es um Fälle, in denen ein Partner einer gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaft ein Kind adoptiert hat und der andere Partner ebenfalls dessen Adoptivmutter oder -vater werden möchte.

Bei heterosexuellen Paaren ist dies problemlos möglich, bei homosexuellen jedoch bislang nicht. Dies hatte das Bundesverfassungsgericht im Februar vergangenen Jahres als verfassungswidrig eingestuft. Der Gesetzentwurf von Maas befindet sich dem Bericht zufolge bereits in der Ressortabstimmung. Maas kündigte auch weitere Schritte zur vollständigen Gleichstellung von Homosexuellen an: „Wir werden weiter darauf hinwirken, dass bestehende Diskriminierungen von gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften beendet werden.“

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck kritisierte Maas' Ankündigung als nicht weitgehend genug: Mit der Sukzessivadoption wolle der Minister regeln, „was seit letztem Sommer längst gilt“, erklärte Beck am Mittwoch in Berlin. Die Grünen wollen nach seinen Angaben im Bundestag einen Gesetzentwurf einbringen, der Homosexuellen ein volles Adoptionsrecht einräumt. Die SPD setze mit ihrer Politik nur das „FDP-Trauerspiel“ aus der schwarz-gelben Koalition fort, „sich von homophoben Ewiggestrigen in der Union die Politik diktieren zu lassen“, kritisierte Beck.

Von

afp

Kommentare (7)

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Beobachter

29.01.2014, 11:57 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

N_K

29.01.2014, 12:10 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Account gelöscht!

29.01.2014, 12:35 Uhr

Für ihre unterdrückte Homosexualität kann keiner was. Nur sie.

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