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15.05.2017

15:22 Uhr

Nach Grünen-Schlappe

Trittin verärgert Grüne mit Belehrung

Wie kriegen die kleinen Parteien das größte Stück vom Kuchen ab? Grünen-Promi Jürgen Trittin glaubt, es zu wissen – und hat mit einem Vortrag über Machtpolitik wieder einmal seine eigene Partei verstimmt.

Für seine Äußerungen zu den machtpolitischen Optionen seiner Partei hat der Grünen-Politiker Jürgen Trittin heftigen Gegenwind aus den eigenen Reihen bekommen. Quelle: „Wolfgang Borrs/NDR/dpa“ dpa

Jürgen Trittin zu Gast bei „Anne Will“

Für seine Äußerungen zu den machtpolitischen Optionen seiner Partei hat der Grünen-Politiker Jürgen Trittin heftigen Gegenwind aus den eigenen Reihen bekommen.

Quelle: „Wolfgang Borrs/NDR/dpa“

BerlinNach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen war der Ex-Umweltminister und Ex-Spitzenkandidat am Sonntagabend bei „Anne Will“ in der ARD zu Gast und wandte sich an Wolfgang Kubicki, der mit seiner FDP in Schleswig-Holstein Koalitionsverhandlungen mit CDU und Grünen führen will. Klüger wäre, mit dem Wahlverlierer SPD zusammenzugehen, meinte Trittin: „Wenn man zwei große (Partner) zur Auswahl hat, dann nimmt man den kleineren, dann hat man mehr vom Kuchen.“

Das kam nicht nur bei Kubicki („Dieser Trittin ist wirklich unerträglich“) schlecht an. „Das sehe ich nun dezidiert anders“, sagte Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt am Montag. „Es geht um inhaltliche Fragen.“ Und schob eine kleine Gemeinheit nach – vielleicht sei das Thema schnell uninteressant, „weil Jürgen Trittin ja jetzt nicht im Bund diese Rolle spielt, wo man jetzt sagen müsste, damit beschäftigen wir uns länger“.

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Der schleswig-holsteinische Grünen-Verhandlungsführer Robert Habeck hatte schon am Abend an Trittins Adresse auf Twitter klargestellt, man werde in Kiel „verantwortlich und nicht nach Machtkalkül/Kuchstückgröße verhandeln“. Und NRW-Wahlverliererin Sylvia Löhrmann kommentierte, sie habe nicht vor, in Zukunft ohne wichtiges Amt „aus Talkshows heraus“ Ratschläge zu geben.

Trittin hatte 2013 mit den Grünen 8,4 Prozent geholt, das Ergebnis war damals eine herbe Enttäuschung. Derzeit stehen die Grünen in Umfragen bei sieben bis acht Prozent im Bund. Zuletzt ärgerten sich viele Grüne über Trittin, als er im Januar via „Spiegel“ deutlich gemacht hatte, dass er wieder ein Ministeramt übernehmen würde.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Günther Schemutat

15.05.2017, 17:42 Uhr

Das Trittin solange er aktiv in der Politik war ,die Bürger schwer verärgert hat , weis ja jeder. Wenn sie meinen er verärgert die Partei , haben die die ganzen Jahre nicht zugehört.

Auch wiederhole ich es noch mal. Die Grünen sind eine Partei die politisch sehr gefährlich ist. Sie hat mit Umweltschutz schon lange nicht mehr im Sinn das war nur der Klebstoff für Wähler die sich mit der Wahl ein verlogenes gutes Gewissen gekauft haben.

Wir brauchen eine neue echte Umweltpartei , die diesen Namen verdient. Sie ist wichtig wie noch nie und wenn man nicht über Bürgerrinnensteige stolpert uä- und sich ausschliesslich um Umweltschutz kümmert ist ein großer freier Platz da.

Bundestagswahl 2017 Grüne 4,95% Ab ins Grüne.

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