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10.06.2012

18:31 Uhr

Nach Hilfsantrag

Deutschlands Bürgschaft könnte steigen

ExklusivWeil Spanien unter den Rettungsschirm geschlüpft ist, wird Deutschlands Bürgschaft steigen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sucht nach einem Ausweg.

Frisch geprägte Zwei-Euro-Münzen. dpa

Frisch geprägte Zwei-Euro-Münzen.

Brüssel Nach dem spanischen Hilfsantrag droht Deutschlands Ausfallrisiko bei der Euro-Rettung zu steigen. Dass gelte jedenfalls dann, wenn Spanien noch unter den provisorischen Euro-Rettungsschirm EFSF schlüpfen muss, erfuhr das Handelsblatt von EU-Diplomaten. Denn die EFSF-Statuten sehen vor, dass ein Kredit-Empfängerland als Garantiegeber für den Fonds ausfällt. Wenn das bei einem großen Land wie Spanien geschieht, würde der deutsche Bürgschaftsanteil für den EFSF von ursprünglich 29 Prozent kräftig steigen. Die höhere deutsche Haftung würde dauerhaft für alle EFSF-Kredite an Spanien, Irland, Portugal und Griechenland gelten.
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble dringt deshalb darauf, dass der permanente Euro-Rettungsfonds ESM Spanien unter seine Fittiche nimmt. An der ESM-Finanzierung beteiligen sich alle Euro-Staaten – auch die Empfänger von Hilfskrediten. Der ESM soll seinen Betrieb eigentlich am 1. Juli aufnehmen. Das wäre noch rechtzeitig für die spanische Banken-Hilfe. Ausgerechnet wegen Deutschland könnte der Start sich aber nun verzögern, denn sowohl im Bundestag als auch im Bundesrat stößt die Ratifizierung weiterhin auf Schwierigkeiten.

Kommentare (18)

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10.06.2012, 19:22 Uhr

Stimmt nicht: Herr Kauder, die rechte Hand von Merkel hat gesagt, es koste den Steuerzahler kein zusätzliches Geld :-)

Beobachter

10.06.2012, 20:30 Uhr

Unglaucblich, was für ein riskantes Spiel SPD und Grüne zu lasten der deutschen Bevölkerung spielen. Wenn noch nichtmal Deutschland es schafft, den ESM problemlos zu beschliessen, was sollen dann die anderen Länder machen? Wenn hier keine Einigkeit herrscht, sondern Spiele gespielt werden, endet alles im Kollaps.

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10.06.2012, 21:43 Uhr

Wir haften bloß hat Schäuble gesagt! Wie kann man jetzt wegen 100 Mrd. polemisieren?

Ganz einfach: Die FAZ weiß es ! Norbert Dr. Leineweber vom 11.03.2012 18:20 Uhr zu Dumme Steuerzahler (Holger Steltzner)

Originale Kopfzeile von damals, ist ja nur 3 Monate her!
Schäuble kennt nur Haftschalen und sagt deswegen: "Wir haften bloß !"

Dabei sind 100 Mrd. nur peanuts. Und wenn, wie heute geschehen, Trittin schon wieder mit seiner Finanztransaktionssteuer angefangen hat, um die "Schuldigen" zur Kasse zu bitten, kann man nur sagen, dass sich die 100 Mrd. echt schnell refinanzieren.

So gehen Rettungsschirme heute. Dabei war es reines Politikversagen, die Immobilienblase gefördert zu haben. Vielleicht sollte man im Gegenzug die Leerstände an spanischen Wohnungen in den Zahlerländern verlosen. Da können wir die Dauerlose der Fernsehlotterie vergessen !

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