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28.10.2014

02:52 Uhr

Nach Hooligan-Demo

Polizeigewerkschaft rechnet mit weiteren Krawallen

Die Hooligan-Demo in Köln wird möglicherweise kein Einzelfall bleiben: Die Deutsche Polizeigewerkschaft geht von weiteren Krawallen aus. Der Bundesvorsitzende Rainer Wendt fordert finanzielle Mittel zur Prävention.

„Das wird zunehmen“: Der Bundesvorsitzende Rainer Wendt geht davon aus, das weitere Demos weitere gewalttätigen Auseinandersetzungen anstehen. dpa

„Das wird zunehmen“: Der Bundesvorsitzende Rainer Wendt geht davon aus, das weitere Demos weitere gewalttätigen Auseinandersetzungen anstehen.

BerlinNach den Krawallen von Hooligans und Rechtsextremisten in Köln rechnet die Deutsche Polizeigewerkschaft mit weiteren gewalttätigen Auseinandersetzungen. „Das wird zunehmen“, sagte der Bundesvorsitzende Rainer Wendt der Nachrichtenagentur dpa. „Das bleibt keinesfalls in Berlin, Hamburg, Köln. Das ist in allen Städten möglich.“ Das Polizeikonzept sei in Köln zwar aufgegangen. Wendt forderte aber mehr Geld und Personal für die Sicherheitsbehörden.

Die Anhänger teils gegnerischer Fußballclubs bildeten dabei eine geschlossene Front. „Das sind Hooligans, die normalerweise Feinde sind und sich prügeln“, sagte Wendt. „Die haben sich zu einer temporären Gemeinschaft zusammengeschlossen, um sich dem Kampf gegen die Salafisten zu verschreiben.“

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Auch Angehörige der Rockerszene hätten sich an den Kölner Krawallen beteiligt. „Das ist eine unselige Melange aus drei Gruppen, die teils aus den gleichen Personen bestehen“, sagte Wendt. Damit wollten gewaltbereite Fußballfans und Rocker die eigene Anhängerschaft mobilisieren und „aus der gesellschaftlichen Isolation rauskommen“. „Die meisten sind aber nur auf Krawall gebürstet und alkoholisiert.“

Etwa 4800 gewaltbereite Fans und Rechtsextremisten hatten sich am Sonntag in Köln Straßenschlachten mit der Polizei geliefert. Diese zählte 49 verletzte Beamte. Die nordrhein-westfälische Landesregierung teilte am Montag mit, dass sie ähnliche Treffen künftig gerichtlich verbieten lassen will.

Von

dpa

Kommentare (13)

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Herr Bernhard Ramseyer

28.10.2014, 09:54 Uhr

Vom Chef der Polizeigewerkschaft richtig erkannt:

Das kann in allen von ihm benannten Städten vorkommen.
Natürlich nicht durchgeführt von satten Pensionären und dickbäuchigen Rentnern, sondern von Leuten, die in der Lage sind, einem gewissen physischen und psychischen Druck Stand zu halten.

Ob man die Hooligans nennt oder ob es sich um Motorradgangs oder um rechte Gruppierungen handelt, (muss ja, da die linken Gruppierungen in der Sozialindustrie beschäftigt sind) ist unerheblich.
Diese "Treffen" gerichtlich verbieten - viel Glück.

Der bayrische Innenminister ist da schon ein Stück weiter:

Salafisten ausweisen, dann entfällt auch der Grund für diese Demos und der Gegen-Demos.
Infolgedessen wird man das Betroffenheits-Gesicht, des NRW-Innenministers weniger oft sehen.

Stefan Dietrich

28.10.2014, 10:04 Uhr

Zunehmende Islamisierung, öffentliche Koranverteilungen in unseren Fussgängerzonen, der Fehlpass mit dem Doppelpass: Moslems mit deutschem Pass, die im Ausland das Image des Terrorexport aus Deutschland nähren und unsere Politiker schauen zu. Wir werden über kurz oder lang eine etwas andere Neuauflage der Montagsdemonstrationen erleben.

Herr H-J. H.

28.10.2014, 10:08 Uhr

Diese verehrte Redaktion sollte zur Kenntnis nehmen in ihrem Mainstream-Desinformationsrausch, daß es ihr nicht zusteht, alle Teilnehmer pauschal als Hooligans und Rechtsextremisten zu diffamieren. Meines Wissens haben auch ganz normale Bürger aus allen demokratischen Lagern daran teilgenommen, aus Wut über die staatliche Untätigkeit darüber, was sich Salafisten heute in Deutschland alles herausnehmen dürfen, so weit gehend, daß Deutschen nahegelegt wird, doch Deutschland zu verlassen wenn die Islamisierung ihrer Heimat ihnen nicht paßt. Es kursieren mehr als ausreichend solche provokativen Videos radikaler Islamisten in Deutschland im Internet herum.

Man sagt auch, daß die Demonstranten durch gewisse Personen aus Fenstern anliegender Häuser mit Gegenständen beworfen worden seien. Wenn dem so ist, warum ist die Polizei da nicht dagegen eingeschritten, da dieses ja ihre Aufgabe wäre?

Diese Entwicklung der vormittelalterlichen Islamisierung und den Ärger ("die Straßen Kölns werden eines Tages brennen") hat mir ein hochqualifizierter aus Istanbul stammender Kollege bereits ca. 1982 aufgrund des ungebändigten Zuflusses von Immigranten aus den unterentwickelten Regionen des Mittleren Ostens und der Türkei nach Deutschland vorausgesagt. Traurig aber wahr.

Man muß sich auch fragen, ob ein Innenminister, der Gerichten vorschreiben will was sie zu tun haben, in einer Demokratie und in einem Rechtsstaat noch tragbar ist.

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