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30.05.2013

18:04 Uhr

Nach Machtverlust

McAllister wird zum Europapolitiker

Lange kannte die Karriere von David McAllister nur eine Richtung: nach oben. Der Machtverlust in Niedersachsen hat seinen Höhenflug jäh gestoppt. Jetzt will der Ex-Ministerpräsident in der Europapolitik durchstarten.

Brüssel statt Hannover: David McAllister (CDU) dpa

Brüssel statt Hannover: David McAllister (CDU)

HannoverOffiziell will David McAllister es noch nicht sagen. Doch die Gerüchte machten in Hannover schon länger die Runde: 2014 will der ehemalige niedersächsische Ministerpräsident bei der Europawahl kandidieren und als Spitzenkandidat der Landes-CDU in das Europaparlament einziehen.

McAllister selbst schweigt - und poliert schon mal seine Französischkenntnisse auf. Aus seinem engsten Umfeld ist zu hören, der Deutsch-Schotte habe seine Entscheidung längst getroffen, er schweige nur aus Respekt vor den noch ausstehenden Beschlüssen der CDU-Gremien. Solange müssen sich Journalisten noch mit einem vielsagenden Lächeln zufriedengeben.

Die Zeit des Schweigens soll an diesem Freitag zu Ende gehen. Im rund 500 Kilometer von Brüssel entfernten Wohnort des 42-Jährigen an der Nordsee, der 5000-Seelen-Gemeinde Bad Bederkesa bei Cuxhaven, wollen sich der CDU-Kreisvorstand und der geschäftsführende Bezirksvorstand erstmals mit der Nominierung befassen.

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„Was mir am Herzen liegt“ – unter diesem Motto sammelt die CDU Wahl-Ideen. Die Partei fragt, auch via Internet. Immer mit dabei: Familienministerin Schröder. Die Gespräche verkommen zu einer Selbstbeweihräucherung.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa wird der CDU-Bezirksverbandsvorsitzende Enak Ferlemann seinen Parteifreunden offiziell McAllisters Bereitschaft zur Kandidatur mitteilen. Danach, davon wird in der CDU ausgegangen, dürfte die Sache klar sein: McAllisters Name dürfte am 30. November in Niedersachsen auf Platz eins der Landesliste zur Europawahl stehen. Kampfkandidaturen gegen den beliebten CDU-Landeschef werden nicht erwartet. Der Einzug des 42-Jährigen ins EU-Parlament wäre dann eine sichere Sache.

Die Zeichen für McAllisters Abgang hatten sich seit der Wahlniederlage von CDU und FDP bei der Landtagswahl im Januar immer mehr verdichtet. Statt CDU-Fraktionschef zu werden und Rot-Grün als Oppositionsführer im Landtag herauszufordern, rückte der bisherige Ministerpräsident in die zweite Reihe.

Kommentare (6)

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lachlaut

30.05.2013, 18:36 Uhr

Wer hätte das vermutet...

CosmoB

30.05.2013, 18:44 Uhr

Wieder eine CDU-Altfallentsorgung nach Brüssel. Er erklärte "seine Bereitschaft" fürs Europaparlament zu kandidieren ? Das ist aber grosszügig von ihm. Na wer nichts gelernt hat, der ist doch bestens aufgehoben im Europaparlament.

Account gelöscht!

30.05.2013, 19:31 Uhr

man kann in D abwählen was man will.... die fallen immer auf die Füße..

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