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17.08.2012

13:53 Uhr

Nach Merkel-Kritik

CDU-Spitze weist Schlarmann-Vorstoß zurück

Nach einem Merkel-kritischen Interview muss CDU-Politiker Josef Schlarmann zum Teil heftige Kritik aus den eigenen Reihen einstecken. Generalsekretär Hermann Gröhe stellte zudem Schlarmanns parteiinterne Arbeit in Frage.

Josef Schlarmann steht nach seinem Interview massiv in der Kritik. dpa

Josef Schlarmann steht nach seinem Interview massiv in der Kritik.

DüsseldorfDie CDU-Spitze hat sich mit scharfen Worten gegen die parteiinterne Kritik des Unions-Wirtschaftspolitikers Josef Schlarmann verwahrt. Dessen Äußerungen seien "zum Teil völlig unangemessen", sagte CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe der "Rheinischen Post". Zugleich wertete er Schlarmanns parteiinterne Arbeit als unzureichend. Dessen öffentlich geäußerte Kritik stehe "in einem bemerkenswerten Missverhältnis zu seinen eher überschaubaren Beiträgen in den Gremien unserer Partei", sagte Gröhe.

Der als Merkel-Kritiker bekannte Schlarmann, Chef der Mittelstandsvereinigung der CDU/CSU, hatte in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit scharfen Worten Front gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gemacht. Er warf ihr vor, das Bündnis mit der FDP zu verraten, potenzielle Nachfolger abzudrängen, die Partei mit einem "Wohlfühl-Programm" ruhigzustellen sowie grundsätzliche Debatten abzuwürgen. Gröhe dagegen nannte die CDU mit Verweis auf die Europa-, Energie- und Bildungsdebatte eine "äußerst lebhaft diskutierende Partei".

Gelassen gab sich Gröhe mit Blick auf das angekündigte Manifest des so genannten Berliner Kreis - einem Zusammenschluss konservativer CDU-Politiker. Jeder, der die Partei weiter nach vorne bringen wolle, sei eine Bereicherung, sagte der Generalsekretär dem Blatt. "Auch wenn ich nicht jede Position des Berliner Kreises teile, so erkenne ich selbstverständlich an, dass viele dort Engagierte eine wichtige Arbeit in unserer Union leisten."

Der "Berliner Kreis" will ungeachtet angeblicher interner Differenzen noch im August ein gemeinsames Manifest vorstellen. Die unter anderem vom hessischen CDU-Fraktionschef Christean Wagner ins Leben gerufene Gruppe will das konservative Profil der CDU stärken, das sie unter Kanzlerin Merkel vernachlässigt sieht.

Von

afp

Kommentare (9)

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Lamustinkt

17.08.2012, 14:12 Uhr

Das Zentralkomittee steht geschlossen hinter der obersten Genossin. Dissident soll sich zur Selbstlaeuterung bitte vor Tribunal entschuldigen, sonst soll er mal die Biographie Trotzkis lesen, um zu wissen, was mit solchen Leuten mit eigener Denke passiert. Vorwaerts mit der Partei zum Sieg des neuen 5-Jahresplanes!

Zahlmeister

17.08.2012, 14:12 Uhr

Es war klar, dass Merkels Kettenhunde laut bellen werden.
So ist es in einer stalinistischen Partei, und nichts anderes ist die CDU mittlerweile.
Respekt vor Herrn Schlarmann!

golfer

17.08.2012, 14:20 Uhr

da hat doch sicherlich POFALLA (der mit dem Zitat:..ich kann Deine Fresse nicht mehr sehen..) geantwortet!! die Wahrheit will schon lange keiner mehr hören, soweit sind wir schon!! und bis zur Diktatur ist es dann nicht mehr weit!!!

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