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06.05.2011

12:52 Uhr

Nach Osamas Tod

Familienministerin greift in Anti-Terror-Kampf ein

Alle Welt spricht über die US-Aktion gegen Osama bin Laden. Da darf auch die Bundesfamilienministerin nicht fehlen. Mit einem ungewöhnlichen Vorstoß mischt sie sich in die Debatte um die Tötung des Al-Kaida-Chefs ein.

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Bundesfamilienministerin Kristina Schröder spricht sich für die gezielte Tötung von Terroristen aus. Quelle: dpa

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder spricht sich für die gezielte Tötung von Terroristen aus.

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) schließt die gezielte Tötung von Terroristen als Mittel nicht aus. „Man kann nicht sagen, dass so was nicht Mittel sein darf“, sagte sie in der Phoenix-Sendung Kamingespräch, die am Sonntag ausgestrahlt wird und am Freitag im Internet veröffentlicht wurde. Die Alternative zur gezielten Tötung sei eben oft ungezielte Tötung. Das hieße dann auch, dass es zivile Opfer gebe, sagte Schröder. Der Al-Kaida-Chef Osama Bin laden war Anfang der Woche von einem US-Kommando anscheinend gezielt getötet worden.

Die Tötung bin Ladens hat unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. So hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) offen ihre Freude darüber zum Ausdruck gebracht und hatte damit in Deutschland für eine heftige Debatte gesorgt. Merkel hatte gesagt: „Ich freue mich darüber, dass es gelungen ist, Bin Laden zu töten.“

Schröder sagte dazu, sie glaube, die Formulierung, dass man sich freue, komme einem schwer über die Lippen. „Aber mit Sicherheit ist es gut, dass Osama Bin Laden das Handwerk gelegt wurde“, sagte sie. Wenn die Opfer nun sagten, dass sie darüber froh seien, könne sie das emotional ausgesprochen gut nachvollziehen

Im pakistanischen Quetta haben am Freitag rund 1500 Menschen gegen die Tötung bin Ladens protestiert. „Der Heilige Krieg gegen Amerika wird nicht gestoppt werden durch den Tod von Osama“, sagte der Geistliche Fazal Mohammad Baraich bei der Kundgebung. Bin Laden sei ein Märtyrer, durch sein vergossenes Blut würden Tausende neuer Osamas geboren. Die Protestierenden riefen „Nieder mit Amerika“ und verbrannten US-Flaggen.

Für Freitag wurden weitere Kundgebungen erwartet, zu denen die größte islamistische Partei des Landes, Jamaat-e-Islami, aufgerufen hatte. Die Erschießung des Al-Kaida-Chefs hat in islamistischen Gruppierungen den Ruf nach Vergeltung ausgelöst. Allerdings sind auch weite Teile der pakistanischen Öffentlichkeit empört darüber, dass die USA die Souveränität des Landes mit dem unerlaubten Eindringen der Spezialeinheit verletzt haben.

Kommentare (16)

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Wolfi

06.05.2011, 13:14 Uhr

ach wie toll, dass die Quote auch ihren Senf dazugibt

Puppenstube

06.05.2011, 13:16 Uhr

Daß dieses naive Girlie eine derartige Meinung vertritt, verwundert nicht. Auch nicht, daß sie der Hollywood-Komödie der Amis überhaupt erst auf den Leim ging.

Deutschland schafft sich ab - mit solchen Regierungsmitgliedern.

OhOhOh

06.05.2011, 13:20 Uhr

Tante Merkel flüster zu klein Christina..........

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