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16.05.2011

16:27 Uhr

Nach Personaldebatte

FDP diskutiert Steuersenkungen

Nach der Neuordnung der FDP-Spitze stehen wieder politische Themen im Vordergrund. Die Liberalen wollen rasch Steuererleichterungen durchsetzen. Doch die Union bleibt verhalten.

FDP-Vize Zastrow sieht bei Schäuble "starke sozialdemokratische Tendenzen". Quelle: dapd

FDP-Vize Zastrow sieht bei Schäuble "starke sozialdemokratische Tendenzen".

BerlinMit der Neuordnung der FDP-Spitze kommt wieder Schwung in die Steuerdebatte. Führende FDP-Politiker sprachen sich dafür aus, angesichts der guten Konjunktur die Steuern rasch zu senken und damit die Bevölkerung zu entlasten. Die Bundesregierung reagierte allerdings am Montag zurückhaltend und betonte, Vorrang habe nach wie vor die Haushaltskonsolidierung.

Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sehe sich mit dem neuen FDP-Vorsitzenden Philipp Rösler in Übereinstimmung, dass der Weg der Haushaltskonsolidierung fortgesetzt werde. Sollte es Spielräume geben, werde es eine Verständigung innerhalb der Regierungskoalition geben, sagte der Sprecher von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel hatte zuvor der "Passauer Neuen Presse" gesagt: "Die Entlastung der Mittelschicht bei der kalten Progression ist durch gute Konjunktur und hohe Steuereinnahmen in greifbare Nähe gerückt. Wir werden liefern." Damit spielte er auf eine Ankündigung Röslers an, der am Wochenende nach seiner Wahl auf dem FDP-Parteitag in Rostock allgemein verkündet hatte: "Ab heute wird die FDP liefern."

Kommentare (5)

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Petra

16.05.2011, 18:01 Uhr

Alle Jahre wieder...
Kurz vor den Wahlen wird es dann nochmals gepuscht um dann nach der Wahl wieder mit der Begründung der "besonderen Situation" zurückgenommen zu werden.
Wer denkt mal an die "besserverdienenden" Leistungsträger? Die TOP-10% der Einkommensteuerzahler bezahlen 50% der gesamten Einkommensteuer mit Spitzenabgabenlasten weit über 50%! Wer jetzt damit kommt, daß die keine Steuern mehr bezahlen, soll sich bei mir melden und sagen wie das risikolos geht. Ich zahle 50% der von mir gesparten Steuer als Provision!!! Habe bereits mehrere Steuer-, Wirtschafts- und Vermögensberater deswegen konsultiert - Erfolglos!
Wie gesagt, Arbeit muß sich lohnen. Auch für besserverdienende Leistungsträger!

MaWo

16.05.2011, 18:30 Uhr

@Petra;
zwei Firmen gründen. Einmal mit Wirtschaftsjahr Januar bis Dezember und einmal mit Wirtschaftsjahr Juli bis Juni (Folgejahr). Jetzt kann der Ertrag nach Belieben vor der Steuer per Rechnungsforderungen Hin und Her werden. Weitere Wirtschaftsperioden sind, bei entpsechendem Volumen, durchaus möglich.
Ich verzichte auf ihre Prämie, da ich persönlich diese reale Möglichkeit (dazu die Empfehlung Bankenverquickungen und deren Bilanzen zu lesen) als legalen Betrug werte.

Nachwuchs

16.05.2011, 19:44 Uhr

Mehr Steuereinnahmen und was machen die Politiker? Sie weigern sich, die Steuern zu senken und sind nicht gewillt die Mehreinnahmen zum Abbau der Schulden zu nehmen. Unsere Jugend wird also weiter vorsätzlich bestraft und deren Zukunft absichtlich vernichtet.

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