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30.07.2013

17:23 Uhr

Nach Platzeck-Abgang

BER-Chefaufseher verzweifelt gesucht

VonDietmar Neuerer

Es ist eines der heikelsten öffentlichen Ämter in Deutschland: Der Aufsichtsratsvorsitz für den Berliner Pannen-Flughafen BER. Wegen Platzecks Rücktritt ist der Posten vakant. Ein  Nachfolger wird händeringend gesucht.

Journalisten auf dem Hauptstadtflughafen BER in Schönefeld (Brandenburg) im Besucherzentrum: Wer kontrolliert künftig die Geschicke des BER? dpa

Journalisten auf dem Hauptstadtflughafen BER in Schönefeld (Brandenburg) im Besucherzentrum: Wer kontrolliert künftig die Geschicke des BER?

Berlin„Entweder dieses Ding fliegt, oder ich fliege“: Mit diesem vollmundigen Versprechen hatte Matthias Platzeck Anfang des Jahres in einer Talksendung zu unterstreichen versucht, dass er seinen neuen Posten als Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH ernst nimmt und die vielen Pannen um den neuen Hauptstadtflughafen BER vergessen machen will.

Damals, am 16. Januar, hatte der brandenburgische Ministerpräsident von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (beide SPD) eines der heikelsten öffentlichen Ämter der Region übernommen.

Jetzt sieben Monate später fliegt „das Ding“ immer noch nicht, aber Platzeck zieht sich von allen Spitzenämtern zurück – aus gesundheitlichen Gründen. Sein Nachfolger als Potsdamer Regierungschef steht schon fest. Wer neuer BER-Chefaufseher werden soll, ist noch nicht geklärt. Es kursieren allerdings schon etliche Szenarien.

Fest steht: Der künftige Ministerpräsident, der amtierende Landesinnenminister Dietmar Woidke (SPD), hat schon abgewunken.  Die „Bild“-Zeitung berichtet, dass eine Rückkehr von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) als BER-Chefaufseher nicht ausgeschlossen sei. „Wowereit hat sich von der Vergangenheit am BER erholt“, heißt es aus Flughafen-Kreisen.

In Berliner SPD-Kreisen hält man diese Variante jedoch für unwahrscheinlich. Wowereit habe sein Amt als Aufsichtsratschef ja auch deshalb abgegeben, „weil er in der Kritik stand und das Projekt BER in ruhigeres Fahrwasser bringen wollte“, zitiert die „Berliner Zeitung“ aus den Kreisen.

„Das wäre ein Treppenwitz“, kommentierte der Berliner Grünen-Abgeordnete Andreas Otto das Wowereit-Gerücht. Der Aufsichtsrat brauche mehr wirtschaftlichen und technischen Sachverstand, „keine Schirmherren“, zitiert die „taz“ den Grünen-Politiker. Er plädiert dafür, einige Politiker in dem Gremium durch Experten zu ersetzen.

Kommentare (15)

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MikeBerlin

30.07.2013, 17:52 Uhr

Schaumschläger ade.

DerBaer

30.07.2013, 17:57 Uhr

Immer dieses viele Blabla um Personen. Aber um was geht es denn eigentlich bei dem Desaster? Brandschutz Fehlkonstruktion allein oder was? Es ist doch nicht so schwer einen Flugplatz zu bauen. Mit technischen Infrastrukturen sollte man sich allerdings auskennen, sonst bekommt man von der Telekom auch dieses Mal wieder nur ein einziges Glasfaserkabel gelegt wie in Frankfurt...

Sarina

30.07.2013, 17:59 Uhr

Ein Nachfolger wird händeringend gesucht.
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Händeringend?
Als hätte der Vorgänger nicht schon genug Schaden angerichtet mit seinem Dilettantismus und seiner Unfähigkeit!
Jetzt hat er sich abgesetzt, damit ein Anderer die Suppe auslöffelt, die er angerichtet hat

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