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14.09.2016

14:55 Uhr

Nach Silvester in Köln

Polizei plant Schutzzone für Dom

Nach den Übergriffen am Kölner Hauptbahnhof in der Silvesternacht plant die Polizei in diesem Jahr eine Schutzzone für den Dom. Ob dafür Zäune oder andere Begrenzungen angebracht werden, ist noch nicht endgültig geklärt.

In der nächsten Silvesternacht soll es eine Schutzzone am Dom geben. dpa

Kölner Dom

In der nächsten Silvesternacht soll es eine Schutzzone am Dom geben.

KölnDer Kölner Dom soll in der nächsten Silvesternacht mit Zäunen geschützt werden, dabei aber erreichbar bleiben. Das sehe ein Sicherheitskonzept der Polizei vor, berichtete Dompropst Gerd Bachner. Als erstes hatte der „Kölner Stadt-Anzeiger“ über die Pläne berichtet. Letztes Jahr war es in der Silvesternacht vor dem Dom massenhaft zu Straftaten gekommen. Entsetzen hatten vor allem die sexuellen Übergriffe auf Frauen ausgelöst.

Es werde gedacht an einen „freien, aber kontrollierten Zugang“ zum Dom. Im Umkreis von etwa 100 Metern sollten nach den – noch nicht endgültigen – Plänen Zäune oder Begrenzungen rund um den Dom angebracht werden, die aber an mehreren Stellen von Zugängen durchbrochen würden. Bachner betonte, das Wort „einzäunen“ gefalle ihm gar nicht. „Da denkt man sofort an ein Schild mit der Aufschrift „Betreten verboten“.“ Das aber dürfe für den Dom niemals gelten.

„Ich bin froh und dankbar, dass die Stadt das Thema Silvester und Schutzzone rund um den Dom anpackt, weil es dringend nötig ist“, sagte Bachner. „Wir können nicht zulassen, dass die Menschen, die nach Köln kommen, Angst haben.“

Auch über die Silvesternacht hinaus solle der Dom besser geschützt werden. Das sei aber etwas anderes und habe mit den Vorkehrungen für die Silvesternacht nichts zu tun. Man müsse dabei genau differenzieren. Zum Beispiel stehe es in der christlichen Tradition, dass vor dem Dom gebettelt werden dürfe. Das müsse auch so bleiben. Allerdings dürfe dabei niemand bedrängt werden. Drogenhandel und Straßenmusik mit elektronischer Verstärkung seien weitere Themen, derer man sich annehmen müsse.

Von

dpa

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