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28.06.2014

15:15 Uhr

Nach Treffen mit Linken-Spitze

Gabriel vertreibt das rot-rot-grüne Gespenst

Sein Treffen mit den Spitzen der Linkspartei brachte ihm Kritik vonseiten der Union ein: Sigmar Gabriel, Vizekanzler und SPD-Chef, schließt Rot-Rot-Grün im Bund aus. Das Gespräch sei „ein Akt der Höflichkeit“ gewesen.

„Die Linkspartei vertritt Positionen, die Deutschland in die außenpolitische und übrigens auch wirtschaftliche Isolation führen“: Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Reuters

„Die Linkspartei vertritt Positionen, die Deutschland in die außenpolitische und übrigens auch wirtschaftliche Isolation führen“: Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel.

MünchenTrotz seines kürzlich bekanntgewordenen Treffens mit den Vorsitzenden der Linkspartei schließt SPD-Chef Sigmar Gabriel ein rot-rot-grünes Bündnis im Bund weiter aus. „Die Linkspartei vertritt Positionen, die Deutschland in die außenpolitische und übrigens auch wirtschaftliche Isolation führen“, sagte Gabriel dem Nachrichtenmagazin „Focus“. „Deshalb kann gegenwärtig kein Sozialdemokrat mit der Linkspartei auf Bundesebene eine Koalition bilden.“ Es liege an der Linkspartei, das zu ändern.

Die beiden Vorsitzenden der Linkspartei, Katja Kipping und Bernd Riexinger, hätten ihn um das Treffen gebeten, betonte Gabriel. „Es ist für mich ein Akt der Höflichkeit, mit den Vorsitzenden aller im Bundestag vertretenen Parteien zu sprechen.“ Er ergänzte: „Aber das ändert nichts an der absurden außenpolitischen Positionierung der Linken. So lange die Linken nicht klären, was für eine Partei sie sein wollen, werden sie nie die Chance haben, dieses Land mit zu gestalten.“

Der SPD-Chef hatten die beiden Linke-Chefs Katja Kipping und Bernd Riexinger am 2. Juni erstmals zu einem Gespräch getroffen, bekannt wurde die Begegnung erst vor einigen Tagen. Über den Inhalt wurde Stillschweigen vereinbart.

Ähnlich wie Gabriel äußerte sich auch SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi. „Im Bund möchte die Linkspartei nicht gestalten, sondern fühlt sich wohl in der Fundamentalopposition“, sagte sie dem „Tagesspiegel am Sonntag“. Der Abstand zwischen den beiden Parteien habe sich zuletzt eher vergrößert als verringert.

Von

dpa

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