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02.05.2017

13:07 Uhr

Nach von der Leyen-Kritik

„Führung fängt oben an“

Ursula von der Leyen übte zuletzt im Fall Franco A. scharfe Kritik an der Führung der Bundeswehr. Hans-Peter Bartels sieht die Verteidigungsministerin indes in der Mitverantwortung und wirft ihr Versäumnisse vor.

Die Bundesverteidigungsministerin steht neben einem Fahrzeug mit einem Hoheitszeichen der Bundeswehr. dpa

Ursula von der Leyen

Die Bundesverteidigungsministerin steht neben einem Fahrzeug mit einem Hoheitszeichen der Bundeswehr.

BerlinDer Wehrbeauftragte des Bundestages hält Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen vor, für Führungsprobleme in der Bundeswehr verantwortlich zu sein. „Die Bundeswehr hat jede Menge Probleme“, räumte Hans-Peter Bartels am Dienstag im BR ein. „Aber wenn Frau von der Leyen nun sagt, es gäbe ein Führungsproblem, dann muss man natürlich sagen: Führung fängt oben an“, sagte der SPD-Politiker.

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Zu viel Korpsgeist, eine angebliche Todesliste, Pannen bei der Asyl-Anhörung: Ministerin von der Leyen macht der Truppe schwere Vorwürfe. Der Bundeswehrverband reagiert schockiert auf die Minister-Kritik.

Die Ministerin hätte schließlich innerhalb der vergangenen dreieinhalb Jahre Weichen so stellen können, dass Probleme abgestellt worden wären. Von der Leyen hatte nach der Festnahme des terrorverdächtigen Offiziers Franco A. der Bundeswehr Fehlentscheidungen auf Führungsebene vorgeworfen.

Beim Bundeswehrverband stießen die Äußerungen der Ministerin auf scharfe Kritik. „In einer Organisation, in der es auf Führung und Haltung ankommt, und insbesondere auf Vertrauen, ist das aktuell mehr als schädlich“, sagte Verbandschef André Wüstner dem MDR.

Währenddessen nimmt die Unionsfraktion ihre Ministerin in Schutz. Der verteidigungspolitische Sprecher der Union im Bundestag, Henning Otte (CDU), lobte von der Leyen am Dienstag im rbb-Inforadio: „Frau von der Leyen ist als Bundesverteidigungsministerin geradezu ein Bild dafür, dass sie aufklärt, dass sie die Dinge beim Namen nennt und anspricht. Aber es gibt jetzt eine Reihe von Vorfällen, die gemeinsam haben, dass die Dinge vor Ort nicht nach oben gemeldet worden sind. Das muss sich verändern.“ Von der Leyen habe zudem einen offenen Brief an die Soldaten geschrieben. Darin habe sie versichert, dass die überwiegende Mehrheit tadellos ihren Dienst leiste.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Herr Old Harold

02.05.2017, 13:24 Uhr

Rechtsradikale, Linksradikale, Islamisten, Terroristen haben in einer Parlaments-Armee nichts zu suchen.

Der Staat darf diese auch nicht an Waffen ausbilden.

Das zu verhindern ist Aufgabe des Militärischen Abschirm Dienstes MAD.

Und wenn Vorgesetzte die Masterarbeit eines Radikalen solange schönen, bis diese demokratisch wirkt, müssen auch sie aus der Truppe eliminiert werden, Auch wenn es sich bei ihnen "nur" um Stabsoffiziere, vom Major bis zum Oberst, handelt.

Herr Peer Kabus

02.05.2017, 14:08 Uhr

Was zeichnt eine stramme Partei-Soldatin unter Merkel aus, wenn sie vom einfachen Rang zum obersten Befehlshaber aufsteigt?

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