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21.01.2016

20:37 Uhr

Nach Wahlschlappen

Delius und 35 weitere Piratenpolitiker unterstützen Linkspartei

Schon länger ist die Piratenpartei aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden. Noch-Parteimitglieder und Ehemalige fordern nun zur Unterstützung der Linkspartei auf – spätere Zusammenarbeit nicht ausgeschlossen.

Einst Fraktionsvorsitzender bei den Piraten, jetzt parteilos: Martin Delius will die Linkspartei unterstützen. dpa

Martin Delius

Einst Fraktionsvorsitzender bei den Piraten, jetzt parteilos: Martin Delius will die Linkspartei unterstützen.

Berlin36 aktuelle und frühere Politiker der Piratenpartei aus ganz Deutschland unterstützen künftig die Partei Die Linke. Das kündigten der Vorsitzende der Berliner Piratenfraktion, Martin Delius, und der Berliner Linke-Vorsitzende Klaus Lederer am Donnerstagabend an.

Unter den Piratenpolitikern, die den Aufruf unterstützen, sind Berliner Abgeordnete wie Oliver Höfinghoff und Simon Weiß. Außerdem weitere Piraten aus den Bezirken der Hauptstadt. Ebenso gehören der NRW-Landtagsabgeordnete Daniel Schwerd, das frühere Mitglied im Bundesvorstand, Julia Schramm, und Florian Bokor, Ex-Vorstand Piratenpartei Sachsen, sowie ehemalige Piraten-Vorstände aus Trier und Bremen dazu.

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Martin Delius, Fraktionsvorsitzender der Berliner Piraten, ist aus der Partei ausgetreten. Mit seiner Entscheidung steht er nicht alleine da: Inzwischen ist nur noch die Hälfte der 15 Abgeordneten auch Parteimitglied.

Delius, der im Dezember aus der Piratenpartei austrat, will zunächst weiterhin nicht in die Linke eintreten und auch nicht auf einer Liste bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl am 18. September in diesem Jahr antreten. Er sagte aber auch auf eine Frage zu seiner weiteren Planung über 2016 hinaus: „Ich kann für die Zukunft gar nichts ausschließen.“ Auch Lederer schloss eine direkte Mitarbeit von Delius irgendwann nicht aus.

Die Piraten sitzen seit einigen Jahren in den Landtagen in Berlin, Schleswig-Holstein, NRW und im Saarland. Zuletzt konnten sie keine Wahlerfolge mehr erzielen.

Von

dpa

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