Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.08.2014

12:57 Uhr

Nachfolger in Berlin gesucht

Wer ist der bessere Wowi?

VonDietmar Neuerer, Lisa Hegemann, Stefan Menzel, Désirée Linde

Klaus Wowereit tritt zum Jahresende als Regierender Bürgermeister ab – Berlin sucht seinen Nachfolger. Wer kann den Job besser machen als er? Handelsblatt Online hat ein paar Vorschläge.

Wowereit tritt ab, doch wer kommt nach? Und vor allem: Wer kann seinen Job besser als er?

Wowereit tritt ab, doch wer kommt nach? Und vor allem: Wer kann seinen Job besser als er?

DüsseldorfNach der Rücktrittsankündigung von Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit hat der ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) seine Partei aufgefordert, sich bei der Suche nach einem Nachfolger nicht auf den Berliner Landesverband zu beschränken. Der Nachfolger Wowereits dürfe „nicht in den Hinterzimmern einiger Politiker ausgehandelt werden“, sagte Thierse dem Tagesspiegel“ (Mittwochsausgabe). „Ich rate meiner Landespartei, nicht hektisch zu werden.“

Die Berliner SPD solle „die Zeit bis Dezember nutzen, um auch ausdrücklich den Blick über den landespolitischen Tellerrand hinaus zu heben", forderte Thierse. Dort gebe es „eine Menge guter Politiker“, fügte der Berliner SPD-Politiker hinzu. Konkrete Namen wollte er nicht nennen. Ausdrücklich warnte Thierse vor einem erneuten „Zweikampf“ zwischen dem Berliner SPD-Landesvorsitzenden und dem Fraktionschef. „Das hat der SPD nicht gut getan.“

Das ist „typisch Wowereit“

Schwul

„Wer es noch nicht gewusst hat: Ich bin schwul, und das ist auch gut so.“ Wowereit war der erste Spitzenpolitiker in Deutschland, der sich geoutet hat. Auf einem SPD-Parteitag 2001 – noch sichtlich jünger und schlanker als heute – nahm er damit möglichen Anfeindungen den Wind aus den Segeln. Der berühmte Satz sei aus dem Bauch heraus gefallen, sagte Wowereit später.

Partylöwe

Spitzname „Regierender Partymeister“: Ein Foto von 2001 zeigt ihn mit Damenschuh und Champagnerflasche. Zwar landete kein Schluck aus der Flasche im Schuh, geschweige denn, dass jemand daraus trank. Doch das Partybild blieb hängen. Heute würde er den roten Schuh vielleicht gleich fallen lassen, meinte Wowereit kurz vor dem 10. Amtsjubiläum.

Glamourfaktor

2005 schaffte es der Regierende Bürgermeister bis auf das Cover des „Time“-Magazins. Klaus Wowereit, oft von seinem Freund Jörn Kubicki begleitet, hat für Berliner Verhältnisse einen gewissen Glamourfaktor und sieht im Smoking nicht verkleidet aus.

„Arm, aber sexy“

Wowereit wollte in einem Interview ausdrücken, dass die Stadt trotz knapper Kassen viel zu bieten hat. So entstand der Slogan „arm, aber sexy“.

Berliner Schnauze

Wowereit kann charmant sein, aber auch schnippisch. Als Berlin 2010 mit Schneechaos kämpfte, sagte Wowereit auf die Frage, ob man das Technische Hilfswerk (THW) um Hilfe bitten sollte: „Wir sind hier nicht in Haiti, sondern wir sind hier in Berlin.“

Aktenfresser

Das Party-Image von früher täuscht. Als Politiker ist Wowereit machtbewusst und kein Feind von Akten. Er kennt sich gut mit den Berliner Finanzen aus.

Flughafen und „Teflon-Klaus“

Viermal wurde die Eröffnung des Großflughafens von Schönefeld verschoben - einen neuen Termin gibt es nicht. Im Januar 2013 übersteht Wowereit ein Misstrauensvotum im Parlament. „Ich bin für die volle Legislatur gewählt und werde das Amt auch ausüben“, sagt er damals. Die Vorwürfe rund um den Flughafen scheinen lange an ihm abzuprallen. In seiner Rücktrittserklärung spricht er dann aber von einer seiner größten Niederlagen.

Quelle

dpa

Vor dem Hintergrund von Flughafendesaster und wachsender innerparteilicher Kritik hatte Wowereit am Dienstag seinen Rücktritt vom Amt des Bürgermeisters der Hauptstadt zum 11. Dezember angekündigt. Die Mitglieder der Berliner SPD sollen in einer Urabstimmung über seine Nachfolge entscheiden. Ihre Kandidatur erklärten am Dienstag bereits SPD-Landeschef Jan Stöß und Fraktionschef Raed Saleh.

Doch sind das die besten Kandidaten? Handelsblatt Online stellt einige Alternativen vor.

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

27.08.2014, 13:23 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr Günther Schemutat

27.08.2014, 13:25 Uhr

Saleh Meileikum Berliiiiinnnn ! Allah Akkbar

Die größte Muslimisches Stadt in der EU sollte endlich auch einen Muslim als Bürgermeister bekommen. Das wäre mal ein gutes Zeichen der Spd die immer die Integration bis auf die Spitze treiben will. Grüne , Linke und große Teile der Union stimmen sicher zu.

Herr Peter Kock

27.08.2014, 13:41 Uhr

Wowereit & Platzeck sind mit die größten Steuergeldvernichter im Land ..... jetzt kann es nur besser werden.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×