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05.12.2014

18:35 Uhr

Nato-Einsatz endet

Steinmeier und Merkel werben für Afghanistan-Engagement

Am 1. Januar endet offiziell der Nato-Einsatz in Afghanistan, ab dann erhält die Regierung in Kabul die volle Sicherheitsverantwortung. Dennoch will sich die Bundesregierung weiter am Hindukusch engagieren.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD): Das neue Mandat für die Bundeswehr in Afghanistan sieht für das Jahr 2015 den Einsatz von bis zu 850 deutschen Soldaten vor. dpa

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD): Das neue Mandat für die Bundeswehr in Afghanistan sieht für das Jahr 2015 den Einsatz von bis zu 850 deutschen Soldaten vor.

Berlin Kurz vor dem Ende des Nato-Einsatzes Isaf in Afghanistan haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) für das weitere Engagement Deutschlands am Hindukusch geworben. Deutschland werde auch über 2015 hinaus in Afghanistan engagiert bleiben, versicherte Steinmeier am Freitag im Bundestag. Merkel betonte bei einem Treffen mit dem afghanischen Staatschef Ashraf Ghani in Berlin, Deutschland trage nach wie vor Verantwortung für die Entwicklung Afghanistans.

In Afghanistan werde am 1. Januar ein „neues Kapitel“ aufgeschlagen, sagte Steinmeier im Parlament. Die Regierung in Kabul werde dann die volle Sicherheitsverantwortung im Land übernehmen. Damit ende die internationale Unterstützung nicht, "aber sie bekommt ein neues Gesicht", sagte er. Es gehe künftig nicht mehr um Kampfeinsätze.

Was das künftige Engagement in Afghanistan über 2015 hinaus für den Einsatz der Bundeswehr und der anderen internationalen Soldaten bedeute, müsse die Nato im Verlauf des nächsten Jahres analysieren, sagte Steinmeier. Deutschland werde die afghanischen Sicherheitskräfte in jedem Fall finanziell unterstützen: Insgesamt 150 Millionen Euro pro Jahr seien für Armee und Polizei vorgesehen. Über das Mandat wird noch im Dezember endgültig im Bundestag abgestimmt.

Dienstgrade und Besoldungsgruppen

Rekrut in Grundausbildung

Verpflichtet sich ein junger Mensch als Zeit- oder Berufssoldat, so muss er zunächst die dreimonatige Grundausbildung durchlaufen. Während dieser Zeit ist der Rekrut einfacher Soldat, der niedrigste der Dienstgrade. Dort wird er entsprechend der Besoldungsgruppe A3 bezahlt. Das entspricht einem Einstiegsgehalt von 1920,04 Euro brutto im Monat.

Quelle: Bundesministerium der Verteidigung / bundeswehr.de

Gefreiter

Nach Abschluss der Grundausbildung erhalten Soldaten die erste Beförderung zum Gefreiten. Das verschafft ihnen einen Zuschlag von 34,26 Euro auf ihren Sold, sie erhalten dann 1954,30 Euro brutto im Monat.

Oberstabsgefreiter

Der höchste Dienstgrad, den Soldaten der sogenannten Mannschafts-Laufbahn erreichen können, ist der des Oberstabsgefreiten. In diesem wird er entsprechend der Besoldungsgruppe A5 plus einer Amtszulage bezahlt. Beispielsweise für einen 29-jährigen Berufssoldaten beläuft sich das insgesamt auf 2189,21 Euro brutto im Monat.

Stabsunteroffizier

Die nächsthöhere Laufbahn, die Einsteiger wählen können, ist die Unteroffizierslaufbahn. Es ist beispielsweise möglich, mit einem mittleren Schulabschluss und einer abgeschlossenen Berufsausbildung direkt als Stabsunteroffizier eingestellt zu werden. Als solcher wird man entsprechend der Besoldungsgruppe A6 plus einer Zulage bezahlt. Unteroffizier sind Beamte des mittleren, nicht des einfachen Dienstes. Das entspricht einem Einstiegsgehalt von 2041,51 Euro brutto im Monat.

Oberstabsfeldwebel

Der höchste Dienstgrad, den Soldaten der Unteroffizierslaufbahn erreichen können, ist der des Oberstabsfeldwebels. Dieser wird entsprechend der Besoldungsgruppe A9 mit Amtszulage bezahlt. Etwa für einen 37-jährigen Berufssoldaten beläuft sich das insgesamt auf ein Bruttogehalt von 3192,03 Euro im Monat.

Hauptmann

Die höchste der drei Laufbahnen der Bundeswehr ist die Offizierslaufbahn. Hat ein angehender Soldat zur Zeit seiner Verpflichtung Abitur und ein Studium mit dem Master abgeschlossen, kann er beispielsweise direkt als Hauptmann eingestellt werden. Dies entspricht der Besoldungsgruppe A11 und somit einem Einstiegsgehalt von 3006,77 Euro brutto im Monat.

Brigadegeneral

Ausschließlich Berufssoldaten vorbehalten sind die Dienstränge der Generalität, erkennbar an den goldenen Schulterklappen. Der niedrigste davon, der Brigadegeneral (oder Ein-Stern-General, wie sie in den USA oft heißen) wird gemäß Besoldungsgruppe B6 bezahlt. Das bedeutet ein Grundgehalt von 8725,94 Euro brutto im Monat.

General

Der höchste Dienstgrad der Bundeswehr ist der General, oder auch Vier-Sterne-General. In Friedenszeiten gibt es davon maximal zwei, wovon einer der Generalinspekteur der Bundeswehr ist. Er wird nach der Besoldungsgruppe B10 bezahlt. Das entspricht einem Grundgehalt von 12.040,35 Euro brutto im Monat. Als Generalinspekteur gibt es noch eine Amtszulage oben drauf, so dass die Stelle mit insgesamt 12481,23 Euro vergütet wird.

Zuschlag: Kampfjet-Piloten

Zusätzlich zu den Grundgehältern gibt es zahlreiche Zuschläge für Soldaten, abhängig etwa von verantwortungsvoller Position, gefährlicher Arbeit oder ungünstigen Arbeitszeiten und -orten. So erhalten beispielsweise Piloten, die für die Luftwaffe einen Eurofighter fliegen, 953,17 Euro zusätzlich zu ihrem Grundgehalt.

Zuschlag: U-Boot-Besatzungen

Marinesoldaten, die auf U-Booten eingesetzt werden, erhalten aufgrund ihrer besonderen Einsatzbedingungen eine Erschwerniszulage von 230,08 Euro im Monat. Ab 16 Monaten auf See gibt es für sie pro Monat zusätzlich noch einmal 214,74 Euro.

Zuschlag: KSK

Die Elitesoldaten der Bundeswehr, das Kommando Spezialkräfte (KSK), die etwa auf Geiselbefreiungen spezialisiert sind, erhalten wegen der besonderen Gefährlichkeit ihrer Einsätze eine Zulage von 900 Euro im Monat zusätzlich zum Grundgehalt.

Zuschlag: Auslandseinsatz

Zeit- oder Berufssoldaten, die für die Bundeswehr im Auslandseinsatz sind, erhalten einen steuerfreien Zuschlag zwischen 30 und 110 Euro pro Tag auf ihren Sold. Im Monat kann das bis zu 3410 Euro zusätzlich ausmachen.

Merkel kam am Freitagnachmittag mit dem neuen afghanischen Staatschef Ghani im Kanzleramt zusammen. „Deutschland trägt Verantwortung, insbesondere was die Sicherheit im Norden Afghanistans anbelangt“, sagte Merkel nach dem Treffen. Auch sie betonte die Notwendigkeit der Ausbildung von Sicherheitskräften, Polizei und einer eigenen afghanischen Armee. Zudem sollten wirtschaftliche Kontakte zwischen Deutschland und Afghanistan gefördert werden.

Kommentare (5)

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Herr Peter Spiegel

05.12.2014, 14:28 Uhr

Er selbst könnte dort bleiben und Deutschland verteidigen.

Herr Jürgen Jantschik

05.12.2014, 14:29 Uhr

Ukraine: Tumulte im Parlament wegen US-Finanzministerin
Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 05.12.14 09:53 Uhr | 42 Kommentare

Das ukrainische Parlament wollte über die überraschend in der Regierung aufgetauchten Ausländer debattieren. Der Parlamentschef untersagte eine Diskussion. Die Argumente wurden schließlich im Nahkampf ausgetauscht. Drei Minister der aktuellen Regierung wurden im Ausland geboren. Die amerikanische Investment-Bankerin Natalia Jaresko bekam im Eilverfahren die ukrainische Staatsbürgerschaft, damit sie Finanzministerin werden konnte. Sie ist CEO bei einem staatlichen amerikanischen Finanzinvestor.


Da sieht man nun, wer sich wirklich in der Ukraine einmischt. Eine von den USA eingesetzte Statthalterregierung . Jazenjuk, dessen private Stiftung von der NATO und der Atlantikbrücke mit Geld versorgt wird, Poroschenko und viel andere !

Davon berichtet die Maionstreampresse nicht !! Wen wundert´s .

Herr Woifi Fischer

05.12.2014, 15:31 Uhr

Nato-Einsatz endet Steinmeier hofft auf weiteres Afghanistan-Engagement.

Ich hatte gehofft, dass das Kapitell Afghanistan für die BRD und Bundeswehr endlich vorbei ist.
Aber nein der Blutgeile und willfährige Außenminister Steinmeier will weiter Geld und Leben deutscher Soldaten auf Weisung der USA vergeuden?

Dieser falsche Friedensengel Steinmeier, soll den Krieg am Hindukusch selbst mit der Waffe in der Hand verteidigen, und die deutsche Freiheit (was dies auch immer bedeutet) verteidigen.


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