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06.12.2016

11:02 Uhr

Naturwissenschaften und Mathe

Leichter Pisa-Rückschlag für Deutschland

Das Bildungssystem in Deutschland tritt auf der Stelle: Der Aufwärtstrend nach „Pisa-Schock“ von 2001 scheint vorbei. Vor allem in Naturwissenschaften und Mathematik konnten sich die Schüler nicht verbessern.

In der Pisa-Studie der OECD hat Deutschland wieder schlechter abgeschnitten. dpa

Kein Durchbruch

In der Pisa-Studie der OECD hat Deutschland wieder schlechter abgeschnitten.

BerlinDas deutsche Bildungssystem hat beim weltweiten Schulvergleichstest „Pisa 2015“ einen Rückschlag hinnehmen müssen. Die rund 10.000 geprüften 15-jährigen Schüler aus Deutschland erzielten in Naturwissenschaften und Mathematik schlechtere Ergebnisse als drei und sechs Jahre zuvor, blieben aber mit ihren Leistungen im oberen Drittel der Ranglisten.

Im Testbereich Lesekompetenz ging es bei der deutschen Punktzahl leicht aufwärts, wie die für alle Pisa-Studien zuständige Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Dienstag mitteilte.

Deutschland kam in Naturwissenschaften, dem Pisa-Schwerpunktfach 2015, auf 509 Punkte (2012: 524), in Mathematik auf 506 (514), in Lesekompetenz/Textverständnis auf 509 (508). Hier schnitten die 15-Jährigen so gut ab wie nie zuvor. Insgesamt nahmen gut eine halbe Million Mädchen und Jungen aus rund 70 Staaten und Großregionen an „Pisa 2015“ teil, erstmals auch im Bereich Problemlösen im Team als Indikator für soziale Kompetenz.

Trotz eines ersten Leistungsknicks nach jahrelangem Aufwärtstrend beim „Programme for International Student Assessment“ (Pisa) steht Deutschland alles in allem solide im Vorderfeld der Ränge 10 bis 20. Die Leistungen der im April/Mai 2015 hierzulande getesteten Mädchen und Jungen lagen auch weiterhin jeweils über dem Durchschnitt der OECD-Staaten. Jeder Neunte (11 Prozent) brachte bei „Pisa 2015“ Spitzenleistungen - drei Prozentpunkte über OECD-Niveau.

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Pisa-Testsieger mit klarem Abstand ist wieder Singapur: In den Naturwissenschaften liegt der südostasiatische Insel- und Stadtstaat mit 556 Punkten vor Japan (538) und Estland (534) als bestem europäischen Land. In Mathematik rangiert Singapur mit 564 Punkten vor den chinesischen Großregionen Hongkong (548) und Macao (544), in Lesekompetenz mit 535 Punkten vor Kanada und Hongkong (jeweils 527) sowie dem langjährigen europäischen Pisa-Champion Finnland (526).

Von

dpa

Kommentare (1)

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06.12.2016, 11:19 Uhr

Wenn laut einer OECD-Studie die Lehrer mit -6 am schlechtesten abschneiden und noch nicht einmal in Erziehung, Bildung und Weiterbildung etc. pp. einen mittleren Platz belegen, braucht und sollte man sich nicht über schlechte Schüler wundern.

Wer keinen NC braucht scheint Lehrer zu werden. Musik, Bio, Religion und das ganze Tralala halt. Bei Mathe, Deutsch, Physik, Chemie und IT wird es spannender.

Was sag ich da. IT und Lehrer. Wer's glaubt.

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