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24.02.2015

18:31 Uhr

Netzausbau

Bayerns Blockade droht Strompreise hochzutreiben

Erst gab er sein Okay, dann stellte er sich wieder quer: Der Blockade-Kurs von Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer beim Netzausbau droht teuer zu werden. Ausbaden müssen es die Stromkunden.

Deutschland braucht dringend neue Stromtrassen in den Süden – doch Horst Seehofer stellt sich quer. Die Strompreise für die Verbraucher dürften daher steigen. Reuters

Streit um Stromtrassen

Deutschland braucht dringend neue Stromtrassen in den Süden – doch Horst Seehofer stellt sich quer. Die Strompreise für die Verbraucher dürften daher steigen.

BerlinDie Blockade Bayerns gegen den Netzausbau könnte die Stromkunden künftig mindestens 100 Millionen Euro im Jahr kosten. Das ist das Ergebnis einer am Dienstag in Berlin vorgestellten Studie für die Strombörsen EEX und EPEX Spot.

Denn ohne Höchstspannungsleitungen zum Transport des in Nord- und Ostdeutschland erzeugten Windstroms in den Süden müsste der deutsch-österreichische Strommarkt in zwei Preiszonen aufgeteilt werden, eine im Norden bis zum Ruhrgebiet und der thüringisch-bayerischen Landesgrenzen und eine für den Süden.

Mangels Transportmöglichkeiten müssten im Süden neue Kapazitäten geschaffen werden, etwa zusätzliche Gaskraftwerke. Preistreibend bei kleineren Preiszonen kommt laut der Studie des Beratungsunternehmens Consentec hinzu, dass es größere Unsicherheiten und Eingriffskosten in den Netzbetrieb gebe, da Wetterschwankungen und eine entsprechend schwankende Ökostromproduktion weniger gut austariert werden könnten.

Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Seehofer hatte 2013 zwei große „Stromautobahnen“ nach Bayern gebilligt. Nach Bürgerprotesten will er eine Revision: Fraglich ist vor allem, ob eine Ost-West-Trasse von Sachsen-Anhalt in den Raum Augsburg gebaut wird.

Dirk Biermann vom Netzbetreiber 50 Hertz sagte, es gebe viel Strom im Norden und eine große Nachfrage im Süden. Eine Zeit lang ließe sich das steuern. „Aber wir müssen mit dem Netzausbau diese unsägliche Situation korrigieren.“

Von

dpa

Kommentare (6)

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Herr Wolfgang Trantow

24.02.2015, 18:49 Uhr

Die Strompreise werden jetzt schon in unbezahlbarer Höhe durch unsere Politiker getrieben!

Herr Peter Meier

24.02.2015, 19:19 Uhr

Willkommen bei den zänkischen Bergvölkern.

Herr Kater Murr

24.02.2015, 20:47 Uhr

Wieder so 'ne dpa Ente

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