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26.11.2012

06:31 Uhr

Netzentwicklungsplan

Berlin gibt grünes Licht für schnellen Netzausbau

ExklusivDie Bundesregierung macht den Weg frei für einen schnelleren Stromnetzausbau. Zwar wird es weniger Trassen geben, doch die Leitungen sollen noch dieses Jahr in Betrieb gehen.

Der Ausbau des Stromnetzes könnte schneller voran gehen. dpa

Der Ausbau des Stromnetzes könnte schneller voran gehen.

BerlinDie Bundesregierung ebnet mit der finalen Fassung des Netzentwicklungsplanes den Weg für den beschleunigten Ausbau des Stromnetzes. Kern des Plans, der dem Handelsblatt vorliegt, ist eine vierseitige Liste mit insgesamt 51 priorisierten Vorhaben. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, wollen den Plan am Montag vorstellen.

Von ursprünglich 75 Vorhaben, die sich im ersten Entwurf des Netzentwicklungsplanes fanden, tragen in der finalen Fassung 51 Projekte den Bestätigungsvermerk, die restlichen Projekte sind nach Ansicht der Netzagentur nicht vordringlich. An erster Stelle der zu realisierenden Projekte finden sich die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitungen (HGÜ). Mit den HGÜ-Leitungen, die große Strommengen fast verlustfrei über große Distanzen transportieren können, beschreiten die Übertragungsnetzbetreiber in Deutschland Neuland. Im Entwurf des Netzentwicklungsplanes waren vier Korridore von Nord- nach Süddeutschland für HGÜ-Leitungen vorgesehen. Davon sind jedoch nur drei Korridore übrig geblieben. Die Netzagentur plant, dass die Leitungen bereits zum Ende des Jahrzehnts in Betrieb gehen.

Außerdem sieht der Plan in vielen Fällen die Verstärkung vorhandener Leitungen vor. Ein großer Teil dieser Verstärkungen soll bereits in den Jahren 2015, 2016 und 2017 fertiggestellt sein. Ähnlich sieht der Zeitplan für den Bau neuer Leitungen in konventioneller Technik aus.

Die Bundesnetzagentur hatte den ersten Entwurf des Netzentwicklungsplanes gemeinsam mit den vier Übertragungsnetzbetreibern erstellt und Ende Mai Bundeskanzlerin Angela Merkel übergeben. In den vergangenen Monaten wurde der Plan in einem zweistufigen Konsultationsverfahren vorgestellt und diskutiert. Betroffene Bürger, Verbände und Fachleute machten mehrere tausend Eingaben oder äußerten Kritik. Die Netzagentur hat nun auf der Basis der Änderungswünsche die finale Fassung des Planes erarbeitet. Der Plan listet alle erforderlichen Maßnahmen zum Ausbau des Übertragungsnetzes für die nächsten zehn Jahre auf.

Von

str

Kommentare (12)

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Klimaterror

26.11.2012, 07:26 Uhr

Eine Folge der fatalen Energiewende ist die Notwendigkeit Strom überr grosse Entfernungen transportieren zu müssen, natürlich auf Kosten der Verbraucher die schon Spitzenpreise auf der Welt zahlen müssen.
Der gesunde Menschenverstand sagt: Produziere den Strom wo du ihn brauchst. Der gesunde Menschenverstand sagt: Günstiger Strom ist ein Garant für Wohlstand. Wer dagegen Strom durch Anlagen erzeugt die noch nicht einmal den Aufwand der Herstellung in elektrischer Arbeit hereinholt, muss als geisteskrank bezeichnet werden. Leider ist das inzwischen der Fall bei uns. www.eike-klima-energie.eu

Moika

26.11.2012, 07:58 Uhr

Mein Gott, ließt denn niemand mehr Korrektur?!

FreundHein

26.11.2012, 08:14 Uhr

G. Nau!
Von der fetten Regierungspropaganda im Vorspann (Kanon:"Wir tun was. Jetzt!") bleibt im eigentlichen Text wenig übrig.
Vor allem werdn zukünftigen Regierungen erst mal Kosten aufgehalst.

Heute wand sich der Herr Kampeter auf wdr5 wie ein Aal, um zu verbrämen, dass wir den Griechen die Zeche zahlen werden.
Sein Tenor: "Die Regierung versucht, es so billig wie möglich zu machen."

Ha! Ha! Ha!

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