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02.12.2014

21:18 Uhr

Neue Berater für Christian Lindner

Prominente Unternehmer wollen FDP unterstützen

ExklusivDer Personalberater Jochen Kienbaum und der Biotech-Investor Roland Oetker wollen die FDP künftig inhaltlich beraten und öffentlich bewerben. Sie gehören zu den Initiatoren des neuen „Netzwerks Liberale Agenda 2025“.

FDP-Parteivorsitzender Christian Lindner bekommt Unterstützung von prominenten Unternehmern. dpa

FDP-Parteivorsitzender Christian Lindner bekommt Unterstützung von prominenten Unternehmern.

BerlinDie angeschlagene FDP bekommt Unterstützung durch prominente Unternehmer. Der Personalberater Jochen Kienbaum und der Biotech-Investor Roland Oetker zählen nach Informationen des Handelsblatts (Mittwochausgabe) zu den Initiatoren des neuen „Netzwerks Liberale Agenda 2025“, das die Parteiführung um den Vorsitzenden Christian Lindner künftig beraten soll. Die Mitglieder wollen bis Anfang März Vorschläge zur inhaltlichen Ausrichtung machen und teils auch öffentlich für die Partei werben.

Das neue Netzwerk aus mehr als 40 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur kommt am Dienstagabend in Dortmund zu seinem zweiten Gründungstreffen zusammen. Die Namen der Mitglieder werden bislang vertraulich behandelt.

Der tiefe Fall der FDP

Ende einer Ära

Die Liberalen sind bei der Bundestagswahl 2013 zum ersten Mal in ihrer Geschichte aus dem Bundestag geflogen. Als Regierungspartei ereilte dieses Schicksal bisher nur die damalige Kriegsgeschädigten- und Vertriebenenpartei Gesamtdeutscher Block/BHE (GB/BHE) 1957 in der jungen Bundesrepublik.

Die Königsmacher

Seit 1949 saß die FDP ununterbrochen im Parlament. Mehr als vier Jahrzehnte war sie an Bundesregierungen beteiligt und bei Kanzlerwechseln mehrfach das Zünglein an der Waage.

Hohe Stimmenverluste

Den in früheren Jahren größten Stimmenverlust mussten die Liberalen 1994 hinnehmen. Damals rutschten sie von 11,0 auf 6,9 Prozent - ein Verlust von 4,1 Punkten. Nach ihrer „Wende“ von der SPD zur Union war die Partei aber schon 1983 auf 7,0 Prozent abgerutscht (minus 3,7).

Der Tiefpunkt

Schon 1969 hatte der FDP fast das Totenglöcklein geläutet. Mit ihrem schlechten Ergebnis von 5,8 Prozent (minus 3,7) überwand sie nur knapp die Sperrklausel, konnte aber mit der SPD eine sozial-liberale Bundesregierung bilden. Das Bündnis hielt 13 Jahre lang bis 1982.

Letzte Bastion Baden-Württemberg

Mehr als 50 Mal wurde die FDP aus Landtagen gekippt - zuletzt in Bayern. Nur in Baden-Württemberg ist sie noch nie gescheitert.

Lediglich Marie-Christine Ostermann, Chefin des Lebensmittelgroßhändlers Rullko und zugleich FDP-Schatzmeisterin in Nordrhein-Westfalen, hat sich öffentlich dazu bekannt. Sie hatte die Idee des Netzwerks entwickelt, um neue Köpfe für die Partei zu gewinnen. „Wir brauchen einen starken politischen Liberalismus in Deutschland“, sagte Ostermann.

Kienbaum, Geschäftsführer der gleichnamigen Personalberatung, und Oetker, Spross der Lebensmitteldynastie, treten als Mitinitiatoren auf. Beide wollten sich noch nicht zu ihrem Engagement für die Partei äußern. FDP-Chef Christian Lindner begrüßt die Initiative ausdrücklich: „Mir ist daran gelegen, neue Köpfe und Kompetenz aus der Praxis für die Arbeit der FDP zu nutzen“, sagte er dem Handelsblatt.

Von

tho

Kommentare (9)

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Herr Ro Stu

03.12.2014, 09:14 Uhr

Das wird auch nichts mehr nützen. Gewogen und für zu leicht befunden: FDP. Der kleine Mehrheitsbeschaffer hatte unzählige Chancen etwas zu verändern. Statt dessen Klamauk und Teilhabe an den Fleischtöpfen. Die Erfahrung lehrt, daß die FDP überflüssig ist. Eine liberale Partei ist allerdings nötiger denn je...

Herr Woifi Fischer

03.12.2014, 09:40 Uhr

Neue Berater für Christian Lindner Prominente Unternehmer wollen FDP unterstützen?

Jeden Tag wird eine neue Sau für die FDP durchs Dorf getrieben!

Nun also versucht man es mit dem neuen Slogan „Netzwerks Liberale Agenda 2025“
Wer benötigt diese Lobby-Partei FDP noch???

Herr Fred Meisenkaiser

03.12.2014, 09:44 Uhr

Genau, die Partei der Besserverdienenden wird von denen unterstützt, in derem Auftrag sie handeln.

Gesetze kann man dann kaufen!

Politik wird schon heute nur noch im Interesse der Wirtschaft gemacht, Bürgerinteressen bleiben völlig außen vor!

Bei der DDR nannte man sowas Unrechtsstaat!

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