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11.04.2011

15:52 Uhr

Neue Führungsspitze

Rösler sucht „das beste Team" für die FDP

 Am 2. Mai soll es mit dem FDP-Personalchaos vorbei sein. Dann möchte der designierte Parteichef Philipp Rösler eine neue Führungsmannschaft vorschlagen. Doch anscheinend reißt man sich bei der FDP nicht um die Posten.

Veränderung ja, aber wie die zukünftige Führungsspitze der FDP aussehen soll, lässt selbst Generalsekretär Christian Lindner ratlos. Quelle: dpa

Veränderung ja, aber wie die zukünftige Führungsspitze der FDP aussehen soll, lässt selbst Generalsekretär Christian Lindner ratlos.

Berlin Die FDP will erst nach der Osterpause über die künftige Zusammensetzung ihrer Führungsmannschaft entscheiden. Für den 2. Mai seien eine Sitzung des Präsidiums mit den Landesvorsitzenden sowie eine Tagung des Bundesvorstands angesetzt, sagte Generalsekretär Christian Lindner am Montag in Berlin. Dabei solle über Personalfragen und die weitere inhaltliche Vorbereitung des Bundesparteitags Mitte Mai in Rostock beraten werden.

Lindner sagte, bislang gebe es mit Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel lediglich eine Nominierung für einen Posten im Präsidium. Zudem sei bekannt, dass einige bisherige Mitglieder nicht wieder antreten wollten. Darüber hinaus gebe es keinen neuen Sachstand. Es liefen derzeit informelle Gespräche. Der designierte Parteichef Philipp Rösler hat einen Vorschlag angekündigt und betont, er werde „das beste Team für die Führung der FDP“ aufstellen.

Wie Rösler ging auch Lindner auf Distanz zu der von Westerwelle in Fraktion und Bundesvorstand per Akklamation durchgesetzten Zustimmung zu seinem Verbleib im Auswärtigen Amt.

Westerwelle hatte in der Sitzung am vergangenen Dienstag gefragt, ob jemand etwas dagegen einzuwenden habe. Als sich kein Widerspruch regte, hatte er dies als beschlossen für die gesamte Wahlperiode bezeichnet. Lindner sprach wie Rösler allerdings von einem „informellen Stimmungsbild“ ohne rechtlich bindende Wirkung. Die Kabinettsmitglieder seien bereits zu anderer Gelegenheit für die gesamte Legislaturperiode bestimmt worden.

Unklar ist laut Lindner noch, wer neben Rösler und ihm künftig dritter Teilnehmer der FDP an den Sitzungen des Koalitionsausschusses sein wird. Dies war bisher Brüderle. Spekuliert wird, ob Westerwelle diesen Platz einnehmen könnte, der zurzeit als Vorsitzender qua Amt dabei ist.

Lindner stützte zugleich Röslers zurückhaltenden Kurs in der Steuerpolitik. Es gebe eine klare Prioritätensetzung. Demnach gehe es zuerst um die Haushaltskonsolidierung, dann um Steuervereinfachungen und schließlich um die Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen. Steuersenkungen seien für die Wahlperiode keineswegs ad acta gelegt. Die Haushaltsdisziplin solle die Voraussetzungen dafür schaffen.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

11.04.2011, 18:38 Uhr

Die FDP wird vollends zu einer Partei von Teenagern, von grünen Jungs, ohne jede Lebens- und Berufserfahrung.
Sie kann sich eigentlich gleich auflösen.
Glauben all diese Kerlchen wirklich, wenn sie sich in den Nadelstreifenanzug zwängen, sie seien dann wer?
Die wirken auf mich immer wie verspätete Konfirmanden

gerhard

11.04.2011, 19:01 Uhr

"Dann möchte der designierte Parteichef Philipp Rösler eine neue Führungsmannschaft vorschlagen...
Der designierte Parteichef Philipp Rösler hat einen Vorschlag angekündigt und betont, er werde „das beste Team für die Führung der FDP“ aufstellen."

Das klingt aber schon nach einem "Schwanengesang der FDP"

(Der Ausdruck Schwanengesang geht auf einen alten griechischen Mythos zurück, der besagt, dass Schwäne vor ihrem Tode noch einmal mit trauriger, jedoch wunderschöner Stimme ein letztes Lied anstimmen.) -Quelle Wikipedia

esboern

11.04.2011, 20:04 Uhr

Beim Kölner Karnevalsverein gibt es genügend Leute

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