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04.03.2014

14:56 Uhr

Neue Initiative

Stiftung soll Anti-Euro-Politik der AfD vorantreiben

VonDietmar Neuerer

Die Pressesprecherin der eurokritischen Alternative für Deutschland, Dagmar Metzger, legt ihr Amt nieder. Sie will künftig mit der „Stiftung für Freiheit und Vernunft“ die Arbeit der AfD unterstützen.

Die AfD muss sich eine neue Pressesprecherin suchen. Die bisherige Amtsträgerin Dagmar Metzger tritt ab. Reuters

Die AfD muss sich eine neue Pressesprecherin suchen. Die bisherige Amtsträgerin Dagmar Metzger tritt ab.

BerlinDie Alternative für Deutschland (AfD) erhält für ihre Anti-Euro-Politik zusätzliche Unterstützung von der „Stiftung für Freiheit und Vernunft“. „Wir werden uns auf die Euro-Politik und die Euro-Skepsis fokussieren und die AfD wohlwollend unterstützen“, sagte die Initiatorin und Pressesprecherin der Stiftung, Dagmar Metzger, Handelsblatt Online. Für sie sei die Arbeit in der neuen Organisation eine „neue Herausforderung“ und eine Fortsetzung ihrer bisherigen eurokritischen Arbeit als Pressesprecherin und Vorstandsmitglied bei der AfD. Metzger hatte zuvor ihre Bundesmandate bei der AfD niedergelegt.

Die AfD erklärte, die Stiftung sei sowohl parteipolitisch als auch finanziell unabhängig. Sie werde zudem nicht als parteinahe Stiftung der Alternative für Deutschland im Sinne des Parteiengesetzes fungieren. Die Gründer und Vorstandsmitglieder der Stiftung gehören allerdings alle der AfD an, wie Metzger sagte. Im Stiftungsvorstand sitzen demnach sie selbst, AfD-Vizechef Alexander Gauland und AfD-Bundesschatzmeister Norbert Stenzel.

Fakten zur Anti-Euro-Bewegung „Alternative für Deutschland“

Parteigründer

Zu den Gründern der Partei gehören neben dem Hamburger Wirtschaftsprofessor Bernd Lucke unter anderem der langjährige FAZ-Feuilletonist Konrad Adam und der ehemalige hessische Staatssekretär Alexander Gauland.

Nein zum Euro

Die AfD fordert die Auflösung des Euro-Währungsgebietes und die Wiedereinführung nationaler Währungen.

Bundestagswahl

Zur Bundestagswahl im September 2013 ist die neugegründete Partei erstmals angetreten. Bei der Europawahl im Mai 2014 erzielte sie sieben Prozent und zog mit sieben Abgeordneten ins EU-Parlament ein.

Zu den Gründungmitgliedern der Stiftung zählen neben Metzger die bayerischen AfD-Politiker Christian Bayer und Steffen Schäfer.

Kommentare (5)

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04.03.2014, 15:39 Uhr

Schlimm... da haben die noch nicht mal das Bild der "richtigen" Dagmar Metzger gefunden... Die Dame auf dem Bild ist diejenige, die in Hessen die bekloppte Ypsilanti verhinderte...
So gut ist der Journalismus. Das sieht man natürlich genauso an der wirklich völlig scharfsinnigen Darstellung über Putin *gähn*...

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04.03.2014, 16:39 Uhr

Vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben das natürlich umgehend korrigiert. Liebe Grüße aus der Redaktion

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04.03.2014, 17:06 Uhr

@HB-Redaktion

Dass sich D. Metzger selbst gut versorgt hat, ist ja wunderbar. Aber der offensichtliche weitere Drift nach rechts (gleiche Inhalte wie NPD) ist Ihnen keine Zeile wert? Aus der TAZ:

"AfD Sachsen steuert ins Braune

Am Montag stellte die sächsische Alternative für Deutschland (AfD) ihr Wahlprogramm zur Landtagswahl Ende August vor: Das spart nicht mit markigen, rechten Positionen.

Moscheen mit Minarett sollen in Sachsen künftig nur noch gebaut werden, wenn sie einen erfolgreichen Volksentscheid passieren, fordert die AfD darin. Für den öffentlichen Rundfunk soll eine „Deutsch-Quote“ bei Musikbeiträgen gelten. „Integrationsfolklore“ dürfe nicht gefördert werden, heißt es weiter. Grenzkontrollen gehörten wieder eingeführt.

Auch springt der Landesverband auf die jüngste, homophob gefärbte Kampagne gegen die Thematisierung von sexueller Vielfalt in Schulen auf: Eine „Früh- und Hypersexualisierung in Kindergärten und Schulen“ sei auszuschließen, notiert das Programm. Zudem will die AfD ein „Familienwahlrecht“, bei dem Eltern für ihre nicht wahlmündigen Kinder abstimmen können. Das Programm wurde am Wochenende auf einem Parteitag in Zwickau verabschiedet – einstimmig, wie ein Sprecher mitteilt. Es gibt einen Vorgeschmack auf das Europaprogramm, das die Partei in zwei Wochen auf einem Bundesparteitag in Erfurt verabschieden will. Wochenlang hatte die Partei dafür Mitglieder befragt: Auch dort fanden Rechtsaußen-Thesen einigen Zuspruch."

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