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11.05.2012

07:39 Uhr

Neue Modelle

NPE sieht Elektromobilität auf gutem Weg

VonDaniel Delhaes

Exklusiv15 neue Elektroautos sollen in den nächsten zwei Jahren angeboten werden. Das geht aus einem Bericht der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) hervor. Das Problem: Die Modelle sind bei weitem nicht marktfähig.

Strom im Tank: Elektroautos werden bis zur Marktreife wohl noch etwas brauchen. dapd

Strom im Tank: Elektroautos werden bis zur Marktreife wohl noch etwas brauchen.

DüsseldorfDie Automobilindustrie will in den kommenden zwei Jahren „über 15 neue elektrifizierte Fahrzeugmodelle anbieten“. Das geht aus dem dritten Bericht der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) hervor, der dem Handelsblatt (Freitagsausgabe) vorliegt. Allerdings sind die Fahrzeuge bei weitem noch nicht marktfähig. Erste Anwendungsfelder könnten Car-Sharing-Modelle und Flotten der öffentlichen Hand sein. Insgesamt will die deutsche Wirtschaft 17 Milliarden Euro bis 2014 investieren.

Die Wirtschaft hat 21 Konsortien für den entscheidenden Bereich der Batterieentwicklung vereinbart und wird dort 600 Millionen statt der angedachten eine Milliarde investieren. Im Bereich der Antriebstechnologie fließen 230 Millionen in 28 Projekte; im Leichtbau 100 Millionen in acht Projekte. 175 Millionen erhält der Bereich Infrastruktur. Bundesweit gibt es laut Bericht 2 200 öffentliche Ladestationen. 2020 sollen es fast 200 000 sein, wie aus dem Bericht hervorgeht..

Zwei Jahre nach dem Start der konzertierten Aktion von Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften kritisiert die Nationale Plattform, der Bund setze die vorgeschlagenen Fördermaßnahmen nur zögerlich um. „Eine Abweichung oder Verzögerung könnte sich direkt in der Reduktion einer erreichbaren Absatzentwicklung in Deutschland niederschlagen“, heißt es warnend in dem Bericht.

Mitte Juni übergibt die NPE Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) diesen Bericht. Kanzlerin Angela Merkel, die das Thema zur Chefsachse erklärt hat, nimmt nicht teil. Sie wird stattdessen die führenden Köpfe der Plattform im Herbst zu einem Dialog ins Kanzleramt einladen.

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