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19.04.2011

09:42 Uhr

Neue Umfrage

Fischer könnte erster Grünen-Kanzler werden

Das Umfragehoch der Grünen hält an: Zusammen mit der SPD haben sie weiterhin eine absolute Mehrheit hinter sich. Selbst den Kanzler könnte die Öko-Partei stellen - und ginge es nach den Wählern, wäre das Joschka Fischer.

Wunsch-Kanzler für viele Wähler: Joschka Fischer. Quelle: dpa

Wunsch-Kanzler für viele Wähler: Joschka Fischer.

BerlinIm "Stern"-RTL-Wahltrend vom Dienstag verbessern sich die Grünen gegenüber der Vorwoche um einen Punkt und erreichen wieder ihren Rekordwert von 28 Prozent, die SPD fällt um einen Punkt auf 23 Prozent. Im theoretischen Fall einer derzeitigen Bundestagswahl hätten beide Parteien gemeinsam 51 Prozent, wobei die Grünen als stärkere Kraft den Kanzler stellen könnten.

Sollten die Grünen ihre derzeitige Stärke bis zur Wahl 2013 beibehalten und tatsächlich einen eigenen Kanzlerkandidaten aufstellen, hätte im Vergleich mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) derzeit Ex-Außenminister Joschka Fischer bessere Chancen als die Grünen-Fraktionschefs Jürgen Trittin und Renate Künast. Nach der "Stern"-Umfrage würden sich 31 Prozent Fischer wünschen, 28 Trittin und 27 Künast - Merkel allerdings läge im direkten Vergleich mit 48 bis 52 Prozent jeweils weit vorn. Weitaus geringer wäre allerdings der Abstand zwischen SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und Merkel mit 33 zu 39 Prozent. Steinmeier hätte damit bei den Wählern auch größere Sympathien als SPD-Chef Sigmar Gabriel, der im Vergleich zu Merkel mit 22 zu 49 Prozent schlechter als die Grünen-Politiker läge. Fischer werde stärker als die beiden Fraktionschefs auch von Wählern der SPD und FDP akzeptiert, hieß es in dem "stern"-Vorabbericht.

In der schwarz-gelben Koalition schwächelt die FDP weiter. Während die CDU in der aktuellen Forsa-Umfrage um einen Punkt auf 31 Prozent zulegen konnte, verloren die Liberalen einen Prozentpunkt und sackten erneut auf ihr Rekordtief von drei Prozent ab. Forsa-Chef Manfred Güllner führt dies auf Außenminister Guido Westerwelle zurück, der als Negativ-Figur gesehen werde. "Solange er im Amt ist, wird es die FDP sehr schwer haben, aus dem Tief zu kommen", sagte Güllner dem "stern". Die Linkspartei verharrt bei acht Prozent. Für die sogenannte Sonntagsfrage interviewte Forsa 2504 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger vom 11. bis 15. April, für die Frage nach dem grünen Kanzlerkandidaten 1001 Wähler am 12. und 13. April.

Kommentare (20)

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Thomas-Melber-Stuttgart

19.04.2011, 10:23 Uhr

Ein Kanzler aus einer Partei, die Deutschland abschaffen will - man lese nur die Aussagen zu unserem Land und zu seiner autochthonen Bevölkerung. Da wird Herr Fischer ja schon bei Leistung des Amtseides eidbrüchig.

poolliter

19.04.2011, 11:22 Uhr

Das mit dem "Deutschland abschaffen" kriegt wahrscheinlich Schwarz/Gelb unter Frau Merkel noch schneller und effektiver hin.

Account gelöscht!

19.04.2011, 11:28 Uhr

Es muß schlimm um die Personaldecke in der Politik stehen, wenn derartige Vorschläge lanciert werden. Ich dachte, die Merkel sei schon der Tiefpunkt...

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