Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.04.2013

17:04 Uhr

Neue Vorwürfe

Abgeordneten-Affäre belastet CSU

Frau führt Abgeordneten-Büro, Sohn wartet Computer: Die Vermischung von Politik und Privatem bei der CSU kritisiert der Koalitionspartner FDP scharf. Seehofer reagiert sauer. Doch nun droht ein neuer prominenter Fall.

Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer stellt sich den Fragen der Reporter. dpa

Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer stellt sich den Fragen der Reporter.

BerlinDie Affäre um die Beschäftigung von Ehefrauen und Kindern durch CSU-Landtagsabgeordnete belastet nun auch die schwarz-gelbe Koalition in Bayern. Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) attackierte am Wochenende den Regierungspartner ungewöhnlich scharf - er sprach wie die Opposition von „CSU-Filz“. Die CSU tagt in Andechs und versucht, mit inhaltlicher Arbeit wieder in die Offensive zu kommen. Doch kommen ihr dabei neue Vorwürfe in die Quere.

Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer wies die Kritik der FDP in Inhalt und Ton entschieden zurück. „Das ist unter Koalitionspartnern eigentlich nicht der richtige Stil“, sagte er am Samstag zum Abschluss der CSU-Vorstandsklausur im Kloster Andechs.

Heubisch prophezeite der CSU im „Focus“ Verluste bei der Landtagswahl im Herbst: „Die Leute erkennen, dass das CSU-Filz ist. Den haben sie satt.“ FDP-Wirtschaftsminister Martin Zeil sagte dem Magazin, er stehe dem Verhalten der CSU-Abgeordneten „völlig verständnislos“ gegenüber. Auf ihrer Facebook-Seite verbreitete die Bayern-FDP am Wochenende ein Foto Zeils mit Filzhut - und dazu den Spruch: „Filz gehört nicht in die Politik, sondern auf den Kopf.“

Seehofer kritisierte, Heubischs Äußerungen hätten „auch was mit Profilierung zu tun“. Er wies jegliche Amigo- und Filz-Vorwürfe an seine Partei entschieden zurück - diese seien auch „sehr stark der Wahlkampfzeit geschuldet“. „Wir haben in Bayern kein Amigo-System.“

Kommentare (34)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Metternich

28.04.2013, 13:39 Uhr

Frau Bär ist politisch tot, die weiss es nur noch nicht.

Account gelöscht!

28.04.2013, 13:49 Uhr

Es ist Wahlkampf und diese Beispiele sind nur die Spitze eines Eisberges. Ob Niebel sein Ministerium mit Gleichgesinnten besetzt oder die Grünen und SPD ihre Ministerien mit Gleichgesinnten besetzen, dass System läuft doch schon seit Gründung der BRD. Darum wird auch das Gesetz
zur Bestechlichkeit von Abgeordneten in Deutschland nicht unterschrieben. Das jetzt darum so ein Aufheben gemacht wird, ist erstaunlich. Wer es ehrlich meint forscht weiter
und stellt ein Gesamtbild von Beihilfe zur Bestechlichkeit in die Medien und dann werden wir Bürger den Mund nicht mehr zubekommen. Aber solange die Beschäftigung von Verwanten nicht strafbar ist, wird munter das eigene Vermögen vermehrt. Auch in Betrieben werden Ehefrauen mit eingestellt. Alles legal.

xxxxxxxxxxxc

28.04.2013, 13:56 Uhr

ihr seit alle nur widerlich,politikergesindel elendes, schaden vom volk abzuwenden, schwoert ihr auf den verfassungseid ihr heuchler genau das gegenteil tut ihr, den Staat abzocken auf die dreisteste weise, ihr seit einfach das allerletzte

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×