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31.01.2011

22:41 Uhr

Neuer Afghanistan-Vorfall

Bundeswehrsoldat bedroht Kameraden mit Waffe

Wenige Wochen nach dem tödlichen Schießunfall in Afghanistan soll ein Soldat aus derselben Bundeswehreinheit einen Kameraden mit seiner Pistole bedroht haben. Über den Vorfall wurden die Fachleute der Bundestagsfraktionen am Montag vom Verteidigungsministerium unterrichtet.

Ein Bundeswehrsoldat der ISAF-Truppe in Afghanistan DAPD

Ein Bundeswehrsoldat der ISAF-Truppe in Afghanistan

HB BERLIN. Den Angaben zufolge soll ein Stabsgefreiter einem Hauptgefreiten während einer Patrouille in Nordafghanistan im Streit die Waffe aus der Halterung gezogen und an den Kopf gehalten haben. Der bedrohte Soldat habe die Waffe "weggeschlagen". Der Vorfall sei von Dritten gemeldet worden, berichtete ein Abgeordneter. Konsequenzen bis hin zur unehrenhaften Entlassung würden geprüft. "Es handelte sich um einen unsachgemäßen Umgang mit der Waffe, der geahndet werden muss", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin.

Mitte Dezember war ein Soldat in einem Vorposten der Bundeswehr-Kampftruppen in der Unruheprovinz Baghlan durch einen Schuss aus der Waffe eines Kameraden getötet worden. Eine Feldjäger-Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass es sich um einen Unfall handelte. Es gibt aber widersprüchliche Zeugenaussagen. Die Staatsanwaltschaft Gera ermittelt inzwischen wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung.

Der jetzt bekannt gewordene Fall betrifft Soldaten aus derselben Einheit, dem Ausbildungs- und Schutzbataillon Masar-i-Scharif. Der Truppe gehören etwa 650 Soldaten an. Sie kämpfen an vorderster Front an der Seite der afghanischen Armee gegen die radikalislamischen Taliban.

Der Grünen-Abgeordnete Omid Nouripour zeigte sich empört über den Vorfall. "Die Bundeswehr muss sehr genau darauf achten, dass sie solche Rabauken nicht auch noch der afghanischen Zivilbevölkerung zumutet", sagte er der Nachrichtenagentur dpa. "Ein solches Verhalten gefährdet die Sicherheit aller - auch die der Kameraden." Der SPD-Abgeordnete Rainer Arnold sprach von einem "Verlust des Respekts vor der Waffe". "Dies könnte auch etwas mit dieser hohen Belastung im Einsatz zu tun haben", sagte er.

Kommentare (3)

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Systemling

01.02.2011, 00:17 Uhr

Schön und gut, aber warum schreibt eigentlich dieser gesamte Journaillepuff nirgendwo, dass am Sonntagmorgen 4 Soldaten in Afghanistan "gefallen" sind. Warum muss man sowas im Ausland lesen: http://www.presstv.ir/detail/162686.html Hat das Reichspropagandaministerium von und zu Guttenberg diese Meldung nicht freigegeben, oder was ist los. Come on. ist doch ehrenhaft im Krieg zu sterben. Ziert Euch nicht.

JFK

01.02.2011, 04:02 Uhr

Tja das passiert wenn man Soldaten in einen Krieg schickt, die eigentlich einer Truppe angehören die auf die Verteidigung der eigenen Landes-Grenzen eingeschworen ist.

Nun Töten diese Soldaten, die praktisch nichts als Frieden bisher gewohnt waren, im Auftrag unserer Regierung, auch unbeteiligte Menschen in einem Krieg in dem es keinen Gewinner geben wird.

Klar wenn Töten zum Alltag wird, das man auch mal seinem Kollegen eine Wumme an die birne hält. Unsere Jungs da unten müssen psychologisch durch- knallen!! Wenn unsere Soldaten mit ansehen müssen wie Kinder verbrennen, und Zivilisten einfach mit über den Haufen geschossen werden.

Warum führt Merkel und Gutenberg einen Angriffskrieg gegen Zivilisten, und eine lächerlich organisierte Terror-Truppe?

Warum werden nicht andere, bessere Wege gesucht ein Problem zu lösen.
Die Antwort ist einfach:

DL profitiert von diesem Krieg wirtschaftlich.

Macht Euch klar Leute, es werden Kinder abgeschlachtet Familien in so genannten Kollateralschäden ausgelöscht, damit wir uns den Arsch in der Sonne braten können.

Mein beileid gilt den Familien in Afghanistan.

Dann den Soldaten der bundeswehr die schwerste psychologische Traumata erleiden und nie mehr das Leben von vorher Leben werden.

Und am Ende unseren Politkern im bundestag.
Doch für politischen Wahnsinn gibt es keine Heilung.

DDR Jule führt einen blutrünstigen Angriffskrieg ohne Rücksicht auf Verluste und verstößt offensichtlich gerne gegen den GG Artikel 26.

"(1) Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen."

Warum ist der Teil des bundestags der damals mit Ja gestimmt hat noch nicht im Knast?

Dieser Krieg ist unerträglich für mich geworden, da unsere Politiker Lügen wo es nur geht. Durch die freie Presse fliegen diese Lügen oft auf.

Liebe Soldaten, ihr werdet verarscht und verbrannt für eine Sache die nicht gewonnen werden kann, für ein Verbrechen an der Menschheit.

War is over if you want it!
http://anthropology.uwo.ca/stchristian/images/johnyokowarisover.jpg



Morchel

01.02.2011, 09:05 Uhr

Frage an JFK. Wie sollen die Soldaten aus diesen Konflikt wieder herrauskommen ?
Die Vorraussetzungen waren denkbar schlecht um dort langfristig mit THW - Einsatz etwas erreichen zu wollen. Geschweige den Demokratie zu instalieren, wie in einer Gesellschaft die von ganz anderen Charakter geprägt ist. Nun ist es so ein bisschen schwanger geht nicht. Die Toten auf beiden Seiten haben nichts bewirkt, in der Heimat gibt es kaum Verständnis für den Einsatz. Wie du schon richtig schreibst, es geht blutig zu. Wie nun aber diesen Konflikt beenden ?

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