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12.04.2012

16:45 Uhr

Neuer Entwurf

CDU will „Großelternzeit“ einführen

Ein neuer Entwurf des Parteivorstands schlägt vor, analog zur Elternzeit eine Großelternzeit einzuführen. Großeltern, die sich um ihre Enkel kümmern, sollen so leichter eine Auszeit von ihrem Beruf nehmen können.

Großeltern hätten einen generellen Anspruch auf die Betreuung ihrer Enkel, hieß es in der CDU. obs

Großeltern hätten einen generellen Anspruch auf die Betreuung ihrer Enkel, hieß es in der CDU.

BerlinNach dem Vorbild der Elternzeit will die CDU nun auch eine Großelternzeit einführen. Der Parteivorstand legt dazu an diesem Montag einen Entwurf vor, der zudem die Einführung des in CDU-Reihen umstrittenen Betreuungsgeldes bekräftigt. In dem der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstag) und der Nachrichtenagentur dpa vorliegenden Entwurf heißt es: „Analog zur dreijährigen Elternzeit werden wir eine Großelternzeit einführen, damit Großeltern leichter eine Auszeit vom Beruf nehmen können, wenn sie sich um ihre Enkel kümmern.“

Das Elternzeitgesetz gewährt Müttern und Vätern bis zum vollendeten dritten Lebensjahr ihres Kindes einen Rechtsanspruch auf Elternzeit. Voraussetzungen dafür sind, dass die Eltern das Kind selbst betreuen und mit ihm in einem Haushalt leben.

In dem Entwurf ist nicht näher beschrieben, wie eine Großelternzeit verwirklicht und ob diese ebenfalls gesetzlich geregelt werden soll. Es gehe jetzt um eine politische Willensbekundung, dass Großeltern generell einen Anspruch auf Betreuung ihrer Enkel haben sollen, hieß es in der CDU. Details müssten auf Ministeriumsebene geklärt werden wie etwa der Rechtsanspruch auf Rückkehr in eine Vollzeitstelle.

Zugleich betont die CDU-Spitze, dass an dem in der schwarz-gelben Koalition umstrittenen Betreuungsgeld nicht gerüttelt werde. „Wir werden deshalb ab dem Jahr 2013 als zusätzliche Anerkennungs- und Unterstützungsleistung ein Betreuungsgeld in Höhe von zunächst 100 Euro für das zweite (Lebensjahr) und ab dem Jahr 2014 von 150 Euro für das zweite und dritte Lebensjahr des Kindes einführen“, heißt es in dem Entwurf.

Eine Reihe von CDU-Bundestagsabgeordneten wehrt sich gegen die Einführung des im November von den Koalitionsspitzen beschlossenen Betreuungsgeldes. Befürchtet werden Nachteile für Kinder sogenannter bildungsferner Eltern, wenn sich diese nicht wie Betreuer in Kindertagesstätten um ihren Nachwuchs kümmern können. Die CSU besteht auf dem Betreuungsgeld und will andere Koalitionsbeschlüsse infrage stellen, sollte es gekippt werden.

Von

dpa

Kommentare (6)

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Auswanderer

12.04.2012, 18:02 Uhr

diese Regierung ist total verruecktgeworden. Nun mischen sie sich auch in die Familien mit Opa und Oma hinein. das sollte doch diesen Menschen selbst ueberlassen sein was sie mit ihren Enkelkindern tun wollen. Aber abschieben von Seiten der Regierung, mit etwas Geld,ist doch sooo viel bequemer.Der Steuerzahler scheint noch nicht genug Steuer in Deutschland zu zahlen. Was werdet ihr da ausgequetscht von dieser Regierung. Wenn diese Einmischungen in die Familien so weiter geht, muesst ihr bald einen Zeitbericht machen wenn ihr auf die T.gehen muesst.

Wolf.Gangley

12.04.2012, 18:37 Uhr

So ein Quatsch, nur Augenwischerei, Wahlkrampf (kein Schreibfehler!). Statt Renten und Pensionen zusammenzuführen, private Krankenversicherungen abzuschaffen und Energiesteuern herabzusetzen wird alles weiter bürokratisiert und die Selbstbedienung unserer "StaatsDIENER" und Manager macht uns bankrott.

Nastrowje

12.04.2012, 20:03 Uhr

Das Beste wäre eine lebenslange unbezahlte Auszeit für solche Politiker, am Besten für alle. Da sind oft Stammtischparolen viel fruchtbarer als solche Eingebungen.

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