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29.10.2014

17:42 Uhr

Neuer Migrationsbericht

Noch lange keine Chancengleichheit in Deutschland

Deutschland – ein Einwanderungsland. Lange wollten das aber viele nicht wahrhaben, sagt die Migrationsbeauftragte. Auch deshalb müssen Menschen mit ausländischen Wurzeln mit vielen Problemen kämpfen.

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özouz, hat einen neuen großen Migrationsbericht vorgestellt. Das Einwanderungsland Deutschland ist demnach auf einem besseren Weg, muss aber weiter Hürden für mehr Chancengleichheit abbauen. dpa

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özouz, hat einen neuen großen Migrationsbericht vorgestellt. Das Einwanderungsland Deutschland ist demnach auf einem besseren Weg, muss aber weiter Hürden für mehr Chancengleichheit abbauen.

BerlinUnternehmen in Deutschland weisen etwa Türkischstämmige angeblich noch oft wegen ihres fremd klingenden Namens ab. Darauf wies die Migrationsbeauftragte des Bundes, Aydan Özouz, bei der Vorstellung eines neuen großen Migrationsberichts hin. Solche Bewerbungen würden oft aussortiert. „Das ist kein gutes Zeugnis für unser Land“, sagte sie am Mittwoch in Berlin.

Insgesamt sei das Land auf dem Weg zur Einwanderungsgesellschaft nach Jahren der Ignoranz vorangekommen – für mehr Chancengleichheit bleibe aber viel zu tun. Tendenzen:

BEVÖLKERUNG: Der Anteil der Menschen mit ausländischen Wurzeln nimmt zu. Jeder Fünfte hatte zuletzt einen Migrationshintergrund - 16,3 Millionen Menschen. 2005 waren es 1,3 Millionen weniger. Die größten Gruppen sind Menschen türkischer Herkunft (18,3 Prozent) und polnischer Herkunft (9,4 Prozent). Mehr als die Hälfte der Migranten hat die deutsche Staatsangehörigkeit - 8,9 Millionen Menschen.

SCHULE: Die soziale Herkunft ist laut dem Bericht oft Ursache für Bildungserfolg oder -misserfolg. Von den Abgängern im Jahr 2012 blieben 11,4 Prozent der ausländischen Schüler an den allgemeinbildenden Schulen ohne Hauptschulabschluss - im Vergleich zu 4,9 Prozent der deutschen Schüler.

AUSBILDUNG: Als alarmierend wertete Özouz, dass 30,5 Prozent der ausländischen jungen Menschen zwischen 20 und 29 Jahren ohne Berufsausbildung bleiben - drei Mal so viele wie junge Erwachsene mit deutscher Staatsangehörigkeit (10,9 Prozent). Der nächste Integrationsgipfel im Kanzleramt soll sich der Ausbildung widmen.

Kommentare (16)

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Herr Peter Spiegel

29.10.2014, 18:21 Uhr

"Noch lange keine Chancengleichheit in Deutschland"

Richtig. Ich bin seit langem der Meinung, daß der Deutsche im eigenem Land benachteilig wird.

Herr Horst Hamacher

29.10.2014, 18:29 Uhr

Chancengleichheit gibt es erst, wenn jedem jungen Türken und Araber das Abiturzeugnis mit der Geburtsurkunde überreicht wird. Und den Master gibt es dann zur Volljährigkeit ebenfalls gratis!

Account gelöscht!

29.10.2014, 19:19 Uhr

Chancengleichheit gibt es nirgends auf der Welt - jedenfalls solange es nicht den Menschen von der Stange oder aus der Retorte gibt, ausschließlich.

Daß Sozialisten genau dies anstreben, ist weder neu noch gut, sondern führt von ganz allein zur Vernichtung des denkenden Individuums.

Dafür gibt es dann (Chancen-) Gleichheit, bis zum Erbrechen.

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