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09.10.2013

16:05 Uhr

Neues Kabinett in Bayern

Aigner und Söder werden Super-Minister

Dass die CSU in Bayern künftig alleine regiert, war seit dem 15. September klar. Jetzt steht auch fest, mit welchem Personal Horst Seehofer über den Freistaat regieren will. Dabei gibt es zwei Sonderrollen.

Karrieresprung: Markus Söder und Ilse Aigner bekommen große Ministerien. dpa

Karrieresprung: Markus Söder und Ilse Aigner bekommen große Ministerien.

MünchenBayerns Ministerpräsident Horst Seehofer baut seine Regierungsmannschaft um. Die oberbayerische CSU-Bezirksvorsitzende Ilse Aigner wird Wirtschaftsministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin. Markus Söder wird Finanz- und Heimatminister mit Außenstelle in Nürnberg, wie die Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch aus Parteikreisen erfuhr.

Der bisherige Kultusminister Ludwig Spaenle wird künftig auch für die Wissenschaft zuständig sein - damit verwaltet Spaenle allein künftig mehr als ein Drittel der bayerischen Staatsausgaben. Bei einer Sitzung der CSU-Landtagsfraktion in München sollen die Entscheidungen am Nachmittag bekanntgegeben werden. Auch die „Bild“-Zeitung berichtete über die Kabinettsliste.

Seehofers neues Kabinett

Die „Superminsterien“

Seehofer spricht von Superministerien: Als Wirtschaftsministerin wird die frühere Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner die Energiewende verantworten. Finanzminister bleibt Söder, der die Aufgabe des „Heimatministers“ ebenso übernehmen wird. Seehofer stellt ihm Albert Füracker als zweiten Staatssekretär an die Seite.

Bildungsressort Schule und Hochschule

Die bisher getrennten Bildungsressorts für Schule und Hochschule werden wieder zu einem Ministerium zusammengelegt. Der bisherige Kultusminister Ludwig Spaenle übernimmt die Leitung und bekommt Unterstützung von zwei Staatssekretären.

Europaministerium

Die ehemalige Justizministerin Beate Merk soll sich nun als Ministerin um Europaangelegenheiten kümmern. Der Abgeordnete und Rechtsprofessor Winfried Bausback aus Aschaffenburg wird ihr Nachfolger.

Sozialminsterium

Seehofer holt Christina Haderthauer zu sich in die Staatskanzlei. Sie soll sich dort um Bundesangelegenheiten und Sonderaufgaben wie etwa die Entbürokratisierung kümmern. Die bisherige Europaministerin Emilia Müller wechselt dafür in ein deutlich zusammengestutztes Sozialministerium.

Umwelt- und Gesundheitsministerium

Das Umwelt- und Gesundheitsministerium wird geteilt. Um die Umwelt kümmert sich weiterhin Marcel Huber als Minister, während seine bisherige Staatssekretärin Melanie Huml zur Gesundheitsministerin aufsteigt.

Innen- und Wirtschaftsministerium

Innenminister bleibt Joachim Herrmann. Des Weiteren ist er zuständig für Verkehrsfragen aus dem Wirtschaftsministerium. Helmut Brunner macht als Landwirtschaftsminister weiter.

Die bisherige Sozialministerin Christine Haderthauer wird neue Chefin der Staatskanzlei. Die bisherige Justizministerin Beate Merk verliert an Einfluss und wird Europaministerin - seit jeher der am wenigsten bedeutende Ministerposten in der Staatsregierung. Als neuer Justizminister rückt der Unterfranke Winfried Bausback in die Staatsregierung auf.

Das Sozialressort übernimmt die bisherige Europaministerin Emilia Müller. Der Bereich Gesundheit wird aus dem Umweltministerium ausgegliedert und von Melanie Huml übernommen, die von der Staatssekretärin zur Ministerin befördert wird. Marcel Huber bleibt Umweltminister, Helmut Brunner Agrarminister und Joachim Herrmann Innenminister.


Von

dpa

Kommentare (8)

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drandolf

09.10.2013, 16:27 Uhr

Aigner hat sich ja durch Untätigkeit verdient gemacht. Und Söders Grenzen sind ja bekannt. Bayern hat es so gewollt und muss nun mit dem Durchschnitt leben.

Oesterreicher

09.10.2013, 16:56 Uhr

Flieg so hoch mein kleiner Freund.

Account gelöscht!

09.10.2013, 17:01 Uhr

Ilse wird wohl als Erstes einen 10-Punkte-Plan aufstellen, eigentlich wie immer.

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