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25.10.2012

19:07 Uhr

Neues Projekt

Bundesregierung wirbt in Indien und Südostasien um Fachkräfte

VonKlaus Stratmann

ExklusivDas Wirtschaftsministerium und die Entwicklungshilfeorganisation GIZ wollen mit einem neuen Projekt Fachkräfte nach Deutschland locken. Schwerpunkt sind die Fächer Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Indische Programmierer in Bangalore. ap

Indische Programmierer in Bangalore.

BerlinDie Bundesregierung will mit lokalen Beratern in Indien, Indonesien und Vietnam Arbeitskräfte aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) für die Arbeit in Deutschland gewinnen. „Die Berater informieren und beraten interessierte Fachkräfte und unterstützen sie bei der Arbeitssuche“, heißt es dazu in einem Papier des Wirtschaftsministeriums, das dem Handelsblatt vorliegt. Dabei sollen Fachkräfte im Fokus stehen, „die eine internationale Karriere im Blick haben, sich aber bisher noch nicht mit einer Zuwanderung nach Deutschland“ befasst haben, heißt es dort weiter. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und die Vorstandssprecherin der bundeseigenen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ), Tanja Gönner, wollen das Projekt am Freitag vorstellen. Die lokalen Berater sollen in den Büros der GIZ in den drei Ländern arbeiten.

In dem Papier wird auf drohenden Fachkräftemangel in Deutschland verwiesen: Bereits 2025 werde das Erwerbspersonenpotenzial aus demografischen Gründen um über sechs Millionen Menschen zurückgehen. Um die sich abzeichnende Lücke zu schließen, bedürfe es „neben der Hebung aller inländischer Potenziale einer Zuwanderung von mehr als 200 000 Fachkräften jährlich“, heißt es in dem Papier.

Bei den lokalen Beratern wird es sich nach Informationen aus dem Wirtschaftsministerium um „Fachkräfte mit Deutschlandbezug“ handeln. Sie haben demnach über einen längeren Zeitraum in Deutschland gearbeitet oder studiert. „Vor allem ihre Sprach- und Landeskenntnisse sowie ihre interkulturelle Kompetenz sind ein wichtiger Vorteil für eine gelungene Umsetzung“, heißt es im Ministerium. Die Berater könnten Interessenten ein „authentisches Deutschlandbild“ vermitteln.

Die Bundesregierung hat zuletzt die Zuwanderungsregeln für ausländische Fachkräfte gelockert und damit eine Forderung der Wirtschaft erfüllt. Mit der Einführung der „Blauen Karte“ im August 2012 wurden die Gehaltsgrenzen gesenkt: Wenn Fachkräfte ein konkretes Arbeitsplatzangebot nachweisen können, reicht ein jährliches Bruttogehalt von 44.800 Euro für die Erteilung eines Visums aus. Für Fachkräfte aus den MINT-Bereichen sowie für Ärztinnen und Ärzte gilt eine Gehaltsgrenze von knapp 35.000 Euro. Außerdem wurden im April die Möglichkeiten zur Anerkennung ausländischer Qualifikationen verbessert.

Kommentare (18)

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Bairro

25.10.2012, 19:55 Uhr



Deutschland ist teilweise sehr ausländerfeindlich.

Im Osten Deutschlands kann man sich teilweise mit einer von der weissen abweichenden Hautfarbe nicht mal im Dunkeln auf die Strasse wagen.

In Slums oder einer Favela ist es sicherer, als in manchen Gegenden Deutschlands. Wer will da schon gerne hierher. Mal abgesehen davon, sind für gute Fachkräfte andere Länder (USA, Skandinavien etc.) wesentlich attraktiver.

Vicario

25.10.2012, 19:58 Uhr

Dann sucht mal schön Fachkräfte in Asien, die hier in Deutschland für 35.000 € , meistens ohne deutsche Sprachkenntnisse, Jobs annehmen....Gute Leute , mit guter Ausbildung in naturwissenschaftlichen Fächern und meistens mit gutem English, gehen in englishsprachigen Räumen für 120.000 € arbeiten, ihr Pfeifen !
Und das eigene Potenzial wird mit 50 auf die Strasse gesetzt, weil es zu teuer ist ! Diese Rechnung geht aber nicht auf. Dieses Projekt ist jetzt schon gescheitert !!!!

Frank3

25.10.2012, 20:15 Uhr

Ja !!! BRAUCHEN MEHR SCHWEINE ESSER aber ich DARF DANN AUCH NICHT KÜHE ESSEN !! PASST ALLES !!! BILLIG !!! KULTUR EGAL .

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