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07.06.2017

13:18 Uhr

Neues Rentenkonzept

SPD will Rentenniveau von 48 Prozent halten

Kanzlerkandidat Martin Schulz hat sein neues Konzept vorgestellt: Das Rentenniveau soll stabilisiert, der Beitragssatz zur Rentenversicherung gedeckelt werden. Außerdem sieht der SPD-Plan eine Solidaritätsrente vor.

Die Bundesarbeitsministerin und der Parteichef stellten das neue Rentenkonzept gemeinsam vor. Schulz schloss dabei eine Heraufsetzung des Renteneintrittsalters aus. dpa

Andrea Nahles und Martin Schulz

Die Bundesarbeitsministerin und der Parteichef stellten das neue Rentenkonzept gemeinsam vor. Schulz schloss dabei eine Heraufsetzung des Renteneintrittsalters aus.

BerlinDie SPD will das Rentenniveau bei 48 Prozent eines Durchschnittslohns stabilisieren und den Beitragssatz zur Rentenversicherung bei 22 Prozent deckeln. Ein entsprechendes Konzept stellte Parteichef und Kanzlerkandidat Martin Schulz gemeinsam mit Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles am Mittwoch in Berlin vor.

Die mit einer Stabilisierung des Rentenniveaus auf dem derzeitigen Stand verbundenen Mehrausgaben will die SPD durch eine Einbeziehung von Selbstständigen, einen schnelleren Anstieg des Beitragssatzes und ab 2028 mit einem Steuerzuschuss von 14,5 Milliarden Euro aufbringen. Ohne Korrekturen würde nach derzeitigen Berechnungen der Bundesregierung das Rentenniveau bis zum Jahr 2030 auf 44,7 Prozent sinken.

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Eine erneute Heraufsetzung des Renteneintrittsalters schloss Schulz aus. „Mit mir wird es natürlich keine Erhöhung des Renteneintrittsalters geben“, sagte der SPD-Chef. „Eine verlässliche Rente ist ein Kernversprechen einer solidarischen Gemeinschaft.“ In der nächsten Wahlperiode wolle die SPD über einen neuen Generationenvertrag verhandeln. Erforderlich sei ein umfassendes Reformprogramm, das auf Investitionen und Sicherung der Beschäftigung setze. Der Union unter Kanzlerin Angela Merkel warf Schulz „eine Politik des Abwartens und Abwiegelns“ vor.

Das SPD-Konzept sieht auch eine Solidarrente für Geringverdiener vor, die nach 35 Beitragsjahren eine Rente von mindestens zehn Prozent über der Grundsicherung im Alter erhalten sollen.

Von

rtr

Kommentare (22)

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Herr Günther Schemutat

07.06.2017, 13:38 Uhr

Da sieht man wieder, dass auch die SPD politischen Witz hat. Eine Solidaritätsrente
10% über die Sozialrente ca 778.- Euro würde ca. 78.- Euro betragen.

Eine Solidaritätsrente ist für mich eine die 900.- Euro beträgt. Alle unter 900.-Euro nach 35 Jahren sollten sie bekommen. Moment ?

Was ist mit denen die 30,33 oder 34 Jahre gearbeitet haben . Was passiert mit denen.?

Herr Leo Löwenstein

07.06.2017, 13:48 Uhr

Alles Augenwischerei, Lug und Trug.

Den demografischen Wandel gibt es offensichtlich nur bei normal Angestellten. Beamte sind davon ausgeschlossen.

Wann kommt endlich eine richtige Rentenreform, in die alle einzahlen, Arbeitnehmer, Beamte und Selbstständige.
Daraus dann eine Grundrente für jeden zu generieren dürfte sinnvoller sein.
aber Halt, die meisten Abgeordneten sind ja Beamte (stimmt das?), und die eine Krähe hakt der anderen Krähe kein Auge aus?

Wann hört endlich die Diskriminierung der normalen Rentenbezieher gegenüber den Beamten auf?

Herr Holger Narrog

07.06.2017, 13:56 Uhr

Im Vorfeld der Wahl werden Wahlversprechen, Bsp. Freibier für Alle, gemacht. Nach der Wahl wird man den Menschen sagen, dass es niemanden ausser Ihnen selber gibt um das Bier zu bezahlen. Es ist faszinierend dass sich die Menschen in Deutschland dies gefallen lassen.

Sachlich gesehen nimmt die Zahl der Rentenbezieher in den kommenden Jahren rasch zu und die Beitragszahler aus der Urbevölkerung rasch ab. Somit sind Rentenkürzungen, späterer Rentenbeginn und höhere Beiträge naheliegend.

Der Bundeshaushalt wird durch die Geistesblitze des Politiksystems herausgefordert. Die Gastfreundschaft der Kanzlerin kostet die Gesellschaft jährliche 2 - stellige Milliardenbeträgê, die Alimentierung südeuropäischer Staaten, die Ökoreligion mit Klimaschwindel etc. ist nicht umsonst. Somit sollte man nicht zu hohe Erwartungen in den Bundeshaushalt legen.

Sinnvoller wäre es wenn die Politiker sich Draghi`s Politik zur Inflationierung des €uros widersetzen würden um wenigstens die Altersvermögen zu erhalten.

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