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31.12.2011

15:17 Uhr

Neujahrsansprache

Merkel singt an Silvester ein Loblied auf Europa

Am Ende werde „Europa stärker aus der Krise hervorgehen, als es in sie hineingegangen ist“, sagt die Bundeskanzlerin in ihrer Neujahrsansprache. Dennoch werde der Weg aus der Krise lang und nicht ohne Rückschläge sein.

Merkel ruft die Europäer zum Jahreswechsel zum Zusammenhalt auf. dpa

Merkel ruft die Europäer zum Jahreswechsel zum Zusammenhalt auf.

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Deutschen angesichts der europäischen Schuldenkrise auf ein schwieriges Jahr 2012 eingestimmt. Der Weg, die Krise zu überwinden, „bleibt lang und wird nicht ohne Rückschläge sein“, sagte Merkel in ihrer Neujahrsansprache, die am Samstagabend ausgestrahlt werden sollte. Nach einem Bericht muss der Bund 2012 für Zahlungen in den Rettungsschirm ESM erheblich mehr neue Schulden machen.

Merkel rief die Europäer zum Jahreswechsel zum Zusammenhalt auf. „Trotz aller Mühen dürfen wir nie vergessen, dass die friedliche Vereinigung unseres Kontinents das historische Geschenk für uns ist“, sagte sie laut dem vorab veröffentlichten Redetext.

Europa habe „uns über ein halbes Jahrhundert Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit, Menschenrechte und Demokratie gebracht“. Diese Werte seien nicht hoch genug zu schätzen, „gerade jetzt nicht, wo sich Europa in seiner schwersten Bewährungsprobe seit Jahrzehnten befindet, wo sich - wie ich weiß - viele von Ihnen Gedanken um die Sicherheit unserer Währung machen.“

Mit Blick auf die Schuldenkrise sicherte die Kanzlerin zu, alles zur Stärkung des Euro tun zu wollen. Am Ende des Weges werde „Europa stärker aus der Krise hervorgehen, als es in sie hineingegangen ist.“ Merkel lobte auch die gemeinsame europäische Währung: Der vor zehn Jahren eingeführte Euro habe „unseren Alltag einfacher und unsere Wirtschaft stärker gemacht“.

Nach Ansicht des ehemaligen Bundesfinanzministers Theo Waigel (CSU) wird die Gemeinschaftswährung über 2012 hinaus Bestand haben. Nicht der Euro sei in der Krise, sondern die Finanzen einiger Länder, sagte Waigel der „Passauer Neuen Presse“ vom Samstag. Die derzeitigen Probleme seien keine Konstruktionsfehler des Euro, sondern durch „gravierende Fehler“ wie die Aufweichung der Stabilitätskriterien etwa unter Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) entstanden, betonte Waigel, der an der Euro-Ausgestaltung maßgeblich beteiligt war. „So etwas darf sich nie mehr wiederholen.“

Kommentare (56)

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TimurTamerlane

31.12.2011, 16:08 Uhr

Gigantische Siege, 5-Jahresplan uebererfuellt, Voelkerfreundschaft und Friede. Und naechstes Jahr kommen dann die heissersehnten Wunderwaffen und unsere Truppen gehen endlich wieder in die Offensive.Hoeren Sie nicht den Feindsender BBC oder lesen Sie nicht WSJ, alles widerliche Anti-Euro-Propaganda. Der Sieg wird unser sein, Kampf bis zur letzten Patrone...
Woher kenn ich nur solche Neujahrsansprachen?!

Rainer_J

31.12.2011, 16:15 Uhr

Kann Merkel denn singen? Wieviel Liter Sekt hatte sie bei der Ansprache bereits intus?

Was haben der Euro und Merkel gemeinsam?

Beides kann man sich schönsaufen. Einen guten Rutsch!

TimurTamerlane

31.12.2011, 16:17 Uhr

Ein Tipp von einem Mann aus der Wirtschaft: Preise und Auslobungen sollten bei potentiellen Empfaengern attraktiv empfunden werden. Ein Preis in "Euro" ist etwa so wie Muschelgeld oder kenianische Schilling (obwohl, mhh, die haet ich mittlerweile lieber als EUR).
Also, keine Angebote in EUR, weissrussischen Rubeln oder Glasperlen, sondern nur werthaltige, zukunfstraechtige Assets

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