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16.03.2012

01:43 Uhr

Neuwahlen

Union will Röttgen auf NRW festnageln

Am Donnerstag hat CDU-Spitzenkandidat Norbert Röttgen bekundet, die Partei solle entscheiden, wo im Falle einer Wahlniederlage in NRW sein Platz sei. Namhafte Kollegen befinden sogleich: in NRW.

Als Umweltminister besucht Norbert Röttgen (CDU) Lünen (NRW). dpa

Als Umweltminister besucht Norbert Röttgen (CDU) Lünen (NRW).

BerlinIn der Union wächst der Druck auf den nordrhein-westfälischen CDU-Spitzenkandidaten Norbert Röttgen, auch im Falle einer Wahlniederlage in Düsseldorf zu bleiben. Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer rief Röttgen dazu auf, auch als Oppositionsführer nach Nordrhein-Westfalen zu wechseln. „Wenn ich mich einer Aufgabe verschreibe, dann ohne Rückfahrkarte“, sagte Seehofer der „Süddeutschen Zeitung“.

Der Bundesumweltminister hat bislang offengelassen, was er im Fall einer Wahlniederlage tun will. Seehofer sagte, er selbst habe in seiner politischen Karriere Sicherheiten aufgeben müssen, das gehöre nach seinem Verständnis dazu. „Ich bin der Meinung - voll für NRW“, sagte der CSU-Chef. Seehofer war im unionsinternen Streit um die Gesundheitspolitik im Jahr 2004 als Vizefraktionschef zurückgetreten und hatte den Vorsitz des Sozialverbandes VdK Bayern übernommen.

Auch der wirtschaftspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Joachim Pfeiffer, forderte ein dauerhaftes Engagement Röttgens in Düsseldorf. „Eine Chance, in Nordrhein-Westfalen zu gewinnen, hat nur ein Kandidat, der sich ganz und gar der Sache verschreibt“, sagte er.

Pfeiffer nannte den früheren Bundesarbeitsminister und nordrhein-westfälischen CDU-Vorsitzenden Norbert Blüm als abschreckendes Beispiel. Diesem sei es nie gelungen, eine Landtagswahl zu gewinnen. „Es hilft unserer Sache nicht, wenn man Wahlen halbherzig angeht“, sagte Pfeiffer.

Auch die nordrhein-westfälischen Bundestagsabgeordneten Detlef Seif und Willi Zylajew plädierten dafür, dass Röttgen in jedem Fall in Düsseldorf bleibt. „Ein Ministerpräsidentenkandidat macht nach der Wahl in NRW weiter, unabhängig vom Ausgang“, sagte Zylajew der „Bild“-Zeitung, und sein Kollege Seif ergänzte: „Ich hoffe, dass Norbert Röttgen unsere Politik in Düsseldorf unabhängig vom Wahlausgang anführen wird.“

Röttgen hatte am Donnerstag erklärt, er trete nicht an, um Oppositionschef zu werden. Wo sein Platz im Falle einer Wahlniederlage sei, entscheide die Partei.

Von

dpa

Kommentare (2)

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KFR

16.03.2012, 07:33 Uhr

Wer dumm fragt kriegt dumme Antworten.Übrigens bestimmt der Bundeskanzler der BRD ( derzeit noch Frau Dr Angela Merkel,weitere Titel und Ehrungen wie bekannt ) die Richtlinien der Politik,
Noch ? ach Sie glauben das geht nach dem Mai so weiter ??

Account gelöscht!

16.03.2012, 12:01 Uhr

Na, vile Freunde scheint Herr Röttgen in Berlin ja nicht zu haben, das zeigt doch die Entscheidung ganz deutlich.
Wahrscheinlich wird man froh sein, diesen arroganten Typ los zu werden

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