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25.07.2012

14:08 Uhr

Niedersachsen

McAllister kämpft um seine politische Zukunft

Der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister (CDU) muss den Scherbenhaufen wegkehren, den Wulff hinterlassen hat. Er gibt sich volksnah und bodenständig - in bewusster Abgrenzung zum politischen Ziehvater.

David McAllister (CDU) in Duderstadt beim 32. Tag der Niedersachsen. dpa

David McAllister (CDU) in Duderstadt beim 32. Tag der Niedersachsen.

LüneburgAls David McAllister im niedersächsischen Örtchen Hitzacker am Rande der Elbe steht, ist für ihn die Welt sichtlich in Ordnung. Oben am Himmel scheint die Sonne. Unten auf der Erde sieht eine Umfrage seine CDU erstmals seit mehreren Monaten wieder weit vor den Sozialdemokraten.

Begeistert singt der Regierungschef das Niedersachsen-Lied mit, das der Shanty-Chor der kleinen malerischen Gemeinde angestimmt hat. Als Böllerschüsse fallen, entschlüpft dem Ministerpräsidenten ein übermütiges „Dreht die Kanone nach Berlin". Eine Spitze Richtung Bundespolitik kommt in der Provinz immer gut an.

Auch wenn es die Politiker in Niedersachsen noch abstreiten: Der inoffizielle Wahlkampf für die Landtagswahl am 20. Januar 2013 ist diese Woche eingeleitet worden. Sowohl McAllister als auch sein SPD-Herausforderer Stephan Weil bereisen das Land auf politischen Sommertouren, besuchen aufstrebende Firmen und Kommunen und schütteln viele, viele Hände.

Denn auch der letzte verbliebene CDU-Hoffnungsträger in der schrumpfenden Unions-Ministerpräsidenten-Riege weiß, wie wichtig diese Wahl für ihn und auch Bundeskanzlerin Angela Merkel ist. Niedersachsen gilt als entscheidender Stimmungstest vor der Bundestagswahl im Herbst 2013.

Sollte Weil siegen, wäre dies nicht nur für die CDU-Chefin Merkel ein schwerer Schlag, sondern könnte auch die politische Karriere McAllisters nach nur zwei Jahren Regierungstätigkeit beschädigen. Kann er sich dagegen als Ministerpräsident behaupten, wird er in der CDU für Höheres gehandelt werden.

Kommentare (1)

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Lagebeurteiler

25.07.2012, 15:44 Uhr

Grinsen allein reicht nicht. Aufräumen in dem affärenbelasteten Kabinett ist angesagt. Sonst gibts 2013 einen weiteren gut besoldeten Pensionär.

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