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01.03.2013

10:35 Uhr

Niedersachsen

Schimmelpilz-Gift in Futtermittel entdeckt

In Niedersachsen ist mit einem krebserregenden Pilz verseuchter Mais zu Nutztierfutter verarbeitet worden. Lieferungen gingen an mehr als 3500 Höfe. Behörden halten eine Gefahr für Verbraucher für „unwahrscheinlich“.

Mindestens 10.000 Tonnen des verseuchten Maisfutters wurden ausgeliefert. dpa

Mindestens 10.000 Tonnen des verseuchten Maisfutters wurden ausgeliefert.

HannoverMehr als 3500 Höfe in Niedersachsen sind mit hochgiftigem Futtermittel aus Serbien beliefert worden. Mindestens 10.000 Tonnen des mit einem krebserregenden Schimmelpilz verseuchten Maisfutters seien über Futtermittelhersteller in Umlauf gekommen, teilte das Landwirtschaftsministerium am Freitag in Hannover mit.

Der Mais ist mit dem Schimmelpilzgift Aflatoxin B1 kontaminiert. Er wurde von Futtermittelherstellern zu Futter für Schweine, Rinder und Geflügel verarbeitet. Schon geringe Höchstmengenüberschreitungen im Futtermittel könnten zum Beispiel zu einer kritischen Belastung von Rohmilch führen. Eine Gefährdung für Verbraucher hält das Ministerium nach ersten Einschätzungen für „unwahrscheinlich“. Wenn Molkereien die Milch von verschiedenen Höfen abholen, wird sie den Angaben zufolge vermischt. Von diesem Freitag an solle es mehr Kontrollen geben.

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Insgesamt seien 45 000 Tonnen über den niedersächsischen Hafen Brake importiert worden. 10 000 Tonnen seien in Brake, 25 000 Tonnen in einer Lagerhalle in Bremen gesperrt worden. Neben Niedersachsen sind dem Ministerium zufolge auch noch geringe Mengen nach Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen geliefert worden.

Kommentare (17)

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Sarina

01.03.2013, 11:02 Uhr

Bio-Eier, giftiger Mais, Pferdefleisch, toxische Staatsanleihen unserer südländischen Euro-Talente - mein Gott, wer soll das alles noch verdauen können?

Account gelöscht!

01.03.2013, 11:06 Uhr

Wozu brauchen wir noch eine Ilse Aigner wenn die Landwirtschaftsminister der Länder ihre Pflicht den Bürger
zu schützen nicht nachkommen. Auch der dumme verlogene Satz: Es besteht keine Gefahr für den Verbraucher, macht einen mur noch fassungslos. Wenn die Politiker weniger Talkhows,Karneval,Parties und Großveranstaltungen aufsuchen würden, wo alle Politiker immer zu finden sind,könnte man den Lobbyisten ja mal Arbeit abnehmen.

Account gelöscht!

01.03.2013, 11:07 Uhr

...eine Müll-Verbrennungsanlage...

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