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25.08.2012

16:26 Uhr

Nord-Süd-Dialog

Oettinger fällt Wulff in den Rücken

Ex-Bundespräsident und Ex-Ministerpräsident Christian Wulff hat bislang eine Beteiligung seiner Staatskanzlei an der Veranstaltung Nord-Süd-Dialog abgestritten. Nun kommt ausgerechnet von einem Ex-Kollegen ein Contra.

Kommt nicht aus der Schusslinie: Der frühere Bundespräsident und vormalige Ministerpräsident Niedersachsens, Christian Wulff, muss sich weiterhin mit der Frage auseinandersetzen, inwieweit die niedersächsische Staatskanzlei an der Veranstaltung Nord-Süd-Dialog beteiligt war. dapd

Kommt nicht aus der Schusslinie: Der frühere Bundespräsident und vormalige Ministerpräsident Niedersachsens, Christian Wulff, muss sich weiterhin mit der Frage auseinandersetzen, inwieweit die niedersächsische Staatskanzlei an der Veranstaltung Nord-Süd-Dialog beteiligt war.

HannoverDie Lobbyveranstaltung Nord-Süd-Dialog in Niedersachsen soll anders als von Ex-Ministerpräsident Christian Wulff dargestellt ein gemeinsamer Einfall von ihm und Günther Oettinger (beide CDU) gewesen sein. „Die Idee des Nord-Süd-Dialogs haben Christian Wulff und ich im persönlichen Gespräch entwickelt“, sagte der frühere Ministerpräsident Baden-Württembergs dem Nachrichtenmagazin „Focus“. Wulff hingegen hatte stets erklärt, Eventmanager Manfred Schmidt habe 2007 die Idee zu dem Ländertreff gehabt. So lautete auch die Antwort der Staatskanzlei auf eine parlamentarische Anfrage der SPD vom April 2010 im Landtag in Hannover.

Im Zusammenhang mit der Initiative wird gegen Schmidt und den damaligen Sprecher von Wulff, Olaf Glaeseker, wegen möglicher Korruption ermittelt. Vorwürfe wegen der Veranstaltung spielten eine Rolle in der Affäre, die zu Wulffs späterem Rücktritt als Bundespräsident führte. Der Nord-Süd-Dialog wurde Ende 2007 gestartet. Ziel war es, ein Netzwerk zwischen Prominenten und Politikern aus Niedersachsen und Baden-Württemberg aufzubauen. Die Schirmherren waren Wulff und Oettinger.

Von

dpa

Kommentare (11)

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Falk

25.08.2012, 17:33 Uhr

Sollen Sie sich nur kreuzweise ans Bein pinkeln, die "Schirmherren", Netzwerkstricker, Begünstiger und Gegenseitigdietaschenvollstopfer in der ehrenwerten Union und anderswo.
Wer Typen wie Oettinger seinem Nachfolger Mappus und dessen Notheis oder Ex-BP Wulff auch nur ein Wort glaubt, wenn es um Vorteilsnahmen und politisches Postengeschachere geht, gehört zu den vollständig Naiven im Lande.

adagio

25.08.2012, 17:39 Uhr

Es ist in der Tat eine schon lange nicht mehr amüsante sondern peinlich-infantile Dekadenz, die sich da politisch beschämenderweise immunisiert abspielt. Aber: das Volk will es ja so. Es wählt dieses Szenario jede Periode neu! Statt nun extrem zu wählen sollten ggf. Freie Wähler - auch wenn diese viele "Konjunktive" auf ihrer Website haben!!! - oder GARNICHT gewählt werden!

Account gelöscht!

25.08.2012, 18:08 Uhr

Schnäppchenjäger Wulff nahm/nimmt alles mit was sich ihm bietet.
Er hat ja immerhin 597 Tage als BP „ausgehalten“. Da waren 199.000/a doch angemessen! Und das jetzt noch 18.000€/a hinzukommen, ist nur gerecht! jetzt muß er sich nicht mehr in der Suppenküche/Tafel anstellen sondern kann sich bei Aldi auch mal eine „Billigkonserve“ leisten!
Pecunia non olet.

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