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09.06.2017

19:37 Uhr

Nordrhein-Westfalen

Nicht-EU-Ausländer sollen 1500 Euro pro Semester zahlen

In Nordrhein-Westfalen soll es auch in Zukunft keine Studiengebühren geben – zumindest für Studierende aus EU-Staaten. Das haben CDU und FDP in den Koalitionsverhandlungen vereinbart. Ausländer werden aber zur Kasse gebeten.

Der Landesvorsitzende der nordrhein-westfälischen CDU, Armin Laschet (l), und der FDP-Vorsitzende Christian Lindner (r) stecken derzeit in Koalitionsverhandlungen. dpa

Koalitionsverhandlungen in NRW

Der Landesvorsitzende der nordrhein-westfälischen CDU, Armin Laschet (l), und der FDP-Vorsitzende Christian Lindner (r) stecken derzeit in Koalitionsverhandlungen.

DüsseldorfNordrhein-Westfalen will künftig von Studierenden aus Nicht-EU-Staaten pro Semester eine Gebühr von 1500 Euro verlangen. Das haben CDU und FDP bei ihren Koalitionsverhandlungen am Freitag vereinbart und damit eine ähnliche Studiengebühr beschlossen, die in Baden-Württemberg zum kommenden Wintersemester greifen soll. Allgemeine Studiengebühren wollen beide Parteien aber nicht einführen.

Die Hochschulen könnten durch die Gebühren für internationale Studierenden auf mittlere Sicht bis zu 100 Millionen Euro pro Jahr einnehmen, sagte FDP-Chef Christian Lindner nach der fünften Runde der Koalitionsverhandlungen. Das Geld solle allen Hochschulen in NRW zugute kommen, sagte CDU-Landeschef Armin Laschet. „Deshalb landet es nicht unmittelbar in der Universität, wo der ausländische Studierende ist.“ Lindner sprach von einem „innovativen Weg, um die Qualität der Lehre in NRW zu verbessern“.

Bei den Gebühren für ausländische Studierende werde es aber Ausnahmen geben, kündigte Laschet an. So müssten Studierende aus Drittstaaten wie der Türkei, die in Deutschland geboren sind und einen deutschen Schulabschluss haben, den Studienbeitrag nicht zahlen.

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dpa

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