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06.02.2014

12:51 Uhr

NPD verliert Streit um Video

Jungpolitiker Dahlemann darf wieder auf Sendung

Das Video seines mutigen Auftritts auf einer NPD-Veranstaltung hat den jungen Kommunalpolitiker bekannt gemacht. Die Urheberrechtsklage der Rechtsextremen hat Youtube nach drei Wochen Blockade nun abgeschmettert.

Patrick Dahlemann kann den Sieg verkünden, den „Sieg über die Neonazis“. Knapp drei Wochen lang hat der 25-jährige Lokalpolitiker der SPD aus dem mecklenburgischen Torgelow sich mit der Videoplattform Youtube und der NPD gestritten. Grund war ein Video, das Dahlemann auf einer Veranstaltung der rechtsextremen Partei zeigt, und das ihn bundesweit bekannt gemacht hat.

Dahlemann hatte im vergangenen Sommer während einer NPD-Veranstaltung gegen die Eröffnung eines Flüchtlingsheims in seiner Heimat das offene Mikrofon ergriffen und eindrucksvoll Stellung gegen die NPD und ihren Landeschef Stefan Köster bezogen. Knapp fünf Minuten lang sprach er sich gegen die Scheinargumente der Rechten und ihre Anti-Asylanten-Hetze aus.

Youtube-Erfolg Patrick Dahlemann: NPD kämpft gegen Video von eigener Veranstaltung

Youtube-Erfolg Patrick Dahlemann

NPD kämpft gegen Video von eigener Veranstaltung

Die NPD hat ein Video, das den mutigen Auftritt des SPD-Kommunalpolitikers Patrick Dahlemann auf einer Veranstaltungen der Rechten zeigt, sperren lassen. Dennoch breitet sich der Film im Netz unaufhaltsam aus.

Ein Video der Aufnahmen – versehen mit eigenen Anmerkungen zu angeblichen Fakten über Ausländer seitens der NPD – stellte Dahlemann ins Netz. Wenig später ließ es die Partei mit Hinweis auf ihr Urheberrecht sperren. „Das Video ist rechtswidrig“, sagte Landeschef Köster damals. Dahlemann habe die Partei nicht um Erlaubnis gefragt, ob er das Filmmaterial verwenden dürfe.

Nun, drei Wochen später, haben die Betreiber der Videoplattform Youtube erklärt, dass sie keine Probleme mit dem Film haben. Er ist seit Mittwoch wieder im Netz zu sehen. „Jetzt haben die brauen Brüder noch ne peinliche Klatsche bekommen. Meinungsfreiheit und politische Meinungsbildung haben gesiegt“, schreibt Patrick Dahlemann auf seiner Facebookseite.

Wirkliche Chancen, die Verbreitung des Videos durch eine Urheberrechtsbeschwerde zu stoppen, hatte die NPD ohnehin von Anfang an nicht. Obwohl das von Dahlemann hochgeladene Video schnell gesperrt wurde, war es über Umwege im Netz die ganze Zeit auffindbar und wurde mehrere Hunderttausend Male abgerufen.

Von

tsn

Kommentare (2)

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Toleranz_macht_frei

06.02.2014, 13:41 Uhr

"Jungpolitiker Dahlemann darf wieder auf Sendung"

Ich sag nur 'BRAVO'!

Weiterhin viel Glück und Erfolg bei der Ablehnung und Verurteilung von Ausländerfeindlichkeit und Rassismus bei NPD und anderen braunen Socken.

Account gelöscht!

06.02.2014, 13:52 Uhr

Tja, die Rechten... Nicht mal das wenige "geistige Eigentum", das sie haben, können sie richtig beschützen.

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