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29.11.2013

07:51 Uhr

NRW-Landtag

Bäume dürfen nicht einfach so im Wald wachsen

Der nordrhein-westfälische Landtag hat das Forstgesetz des Bundeslands überarbeitet. Schärfere Regeln gibt es jetzt für Weihnachtsbäume. Größere Plantagen im Wald müssen genehmigt werden. Die Anbaubetriebe protestieren.

Weihnachtsbaumernte auf einer Plantage im nordrhein-westfälischen Sundern: Jeder dritte deutsche Christbaum stammt aus Südwestfalen. dpa

Weihnachtsbaumernte auf einer Plantage im nordrhein-westfälischen Sundern: Jeder dritte deutsche Christbaum stammt aus Südwestfalen.

DüsseldorfDie Koalition aus SPD und Grünen im nordrhein-westfälischen Landtag hat am Donnerstagabend die Regeln für den Anbau von Weihnachtsbäumen verschärft. Im südlichen Westfalen werden mehr Tannen produziert als in jeder anderen europäischen Region. Jetzt dürfen in Wäldern nur noch kleine Flächen ohne Genehmigung durch die Behörden des Landes angelegt werden.

Die forstpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Annette Watermann-Krass, begründete den Beschluss so: „Der intensive Weihnachtsbaumanbau schadet den Böden durch Tiefenfräsungen, Mulchen und regelmäßigen Einsatz von Pestiziden und Mineraldüngern.“

Für bestehende Plantagen im Wald wird es eine Übergangsregelung bis zum Jahr 2028 geben. Darüberhinaus seien Genehmigung vor allen Dingen dann noch möglich, wenn die Bäume besonders umweltschonend produziert würden. Weihnachtsbaumplantagen außerhalb von Waldgebieten sind schon länger genehmigungspflichtig. Seit 2007 hatte sich die Anbaufläche in der Region auf 4500 Hektar verdoppelt.

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Die Regierungskoalition ließ die Proteste von Waldbauern nicht gelten. Sie befürchten, dass spätestens mit Ablauf der Übergangsfrist ein Drittel der Anbauflächen stillgelegt werden müsste. In Nordrhein-Westfalen gibt es 600 Anbaubetriebe, die Weihnachtsbäume aufziehen. CDU und FDP stimmten gegen die Gesetzesänderung, die Piraten – bis auf eine Enthaltung – dafür.

Von

mdo

Kommentare (1)

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Schreider

29.11.2013, 17:26 Uhr

Die Bevormundungen durch Dilettanten gehen weiter. Wer hat diese Vögel eigentlich gewählt??? [...]

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