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26.03.2012

22:38 Uhr

NRW-Landtagswahl

Bonner CDU wählt Röttgen zum Direktkandidaten

Die Bonner CDU hat Bundesumweltminister Norbert Röttgen am Montagabend mit klarer Mehrheit zum Direktkandidaten für die vorgezogene Landtagswahl gewählt. Von 219 abgegebenen Stimmen entfielen 201 Stimmen auf ihn.

Norbert Röttgen bedankt sich in Bonn vor der Kreismitgliederversammlung für den Applaus nach seiner Rede. dpa

Norbert Röttgen bedankt sich in Bonn vor der Kreismitgliederversammlung für den Applaus nach seiner Rede.

BonnBundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) ist bei der vorgezogenen Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen Direktkandidat im Wahlkreis Bonn I. Die Bonner CDU wählte Röttgen am Montagabend mit klarer Mehrheit. Von 219 abgegebenen Stimmen entfielen 201 Stimmen (92 Prozent) auf Röttgen, der keinen Gegenkandidaten hatte. 14 CDU-Mitglieder stimmten mit Nein, drei enthielten sich und eine Stimme war ungültig.

Röttgens Bundestagswahlkreis liegt im Rhein-Sieg-Kreis, wo er auch wohnt. Laut nordrhein-westfälischer Verfassung muss Röttgen dem Landtag angehören, um überhaupt zum Ministerpräsidenten gewählt werden zu können. Röttgen führt die CDU als Spitzenkandidat in die Wahl am 13. Mai, sein erklärtes Ziel ist es, Ministerpräsident zu werden. Ob er im Falle einer Wahlniederlage auch als Oppositionsführer in Düsseldorf bleibt, ließ Röttgen bislang offen - dazu äußerte er sich auch am Montag nicht.

Bei der Landtagswahl 2010 war der Wahlkreis Bonn I von der SPD gewonnen worden. In seiner kämpferischen Bewerbungsrede forderte Röttgen seine Partei auf, zu einer Gemeinschaft zu werden, deren Ziel der Sieg sei.

Von

dpa

Kommentare (2)

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ReinhGerhNie

27.03.2012, 13:24 Uhr

Bitte ohne Netz und doppelten Boden

Die Bundeskanzlerin hat Recht mit ihrer Feststellung, dass Frau Kramp-Karrenbauer einen mutigen Weg gegangen ist. Das gleiche Kompliment wird sie vermutlich am 14. Mai, nach der vorgezogenen Landtagswahl in NRW, Frau Kraft zubilligen müssen, die in einer vergleichbaren Situation exakt das gleiche riskiert hat, wie Frau Kramp-Karrenbauer.

Es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass ihr Herausforderer nur unter der Voraussetzung nach NRW wechseln möchte um sich der neuen Herausforderung zu stellen, wenn er unter Garantie auch weich landet. Also, Ministerpräsident wird. Das ist, mit Verlaub, halbherzig. Er wird sich nach der Wahl mit dem zweiten Verlierer der NRW Wahl, dem Bundesvorsitzender der FDP und Vizekanzler, über Bundeskompetenzen am Kabinettstisch noch eine zeitlang streiten - das war es aber auch.

Dürfen sich unserer Spitzenpolitiker immer nur die Rosinen herauspicken um mit einer Selbstverständlichkeit anderen die Kärrnerarbeit überlassen? Da verzichtete unlängst Peter Müller auf das Amt des Ministerpräsidenten des Saarlandes, um sich gleichwohl als Bundesverfassungsrichter anzudienen. Gut gemacht? Vorbild sein, setzt vorbildliches Handeln voraus: Wir gewinnen gemeinsam und wir verlieren gemeinsam. Gewiss, als ein kompetenter und verlässlicher Oppositionsführer wird man eines guten Tages die Früchte seiner Arbeit auch ernten dürfen. Achtung und Anerkennung muss man sich erst verdienen.

Der selige Jürgen W. Möllemann war sicherlich ein streitbarer und polarisierender Politiker, den man mochte oder auch nicht. Auf seine ganz persönliche Weise - äußerst bedauerlich! - ist er gesprungen. Konsequent, ohne Netz und doppelten Boden.

nrwler

28.03.2012, 12:32 Uhr

Herr Röttgen hat nie gesagt, dass er es ausschließt als Oppositionsführer nach Düsseldorf zuwechseln. Er möchte Ministerpräsident werden. Wie sieht es denn da aus, wenn er direkt sagt er möchte Oppositionsführer werden?

Frau Kraft hat sich doch bisher auch nicht klar geäußert ob sie im Falle einer Wahlniederlage in NRW bleiben wird.

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