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11.05.2012

09:21 Uhr

NRW-Landtagswahl

FDP erwartet Wählerwanderung von der CDU

Ein Wiedereinzug der FDP in den Düsseldorfer Landtag wird wahrscheinlicher. Das geht aus einer von „Handelsblatt Online“ in Auftrag gegebenen Umfrage hervor. FDP-Politiker glauben an eine Wählerwanderung aus der Union.

Dirk Niebel glaubt, dass die FDP in NRW Stimmen der CDU abgreifen kann. AFP

Dirk Niebel glaubt, dass die FDP in NRW Stimmen der CDU abgreifen kann.

Berlin/DüsseldorfZum Endspurt im nordrhein-westfälischen Wahlkampf zeigen sich führende Politiker der FDP optimistisch. Entwicklungsminister Dirk Niebel prognostizierte einen massenhaften Stimmenzuwachs für die Liberalen aus dem Lager der Union. „Weil die Wähler aus nachvollziehbaren Gründen von der CDU enttäuscht sind, werden viele sich für uns entscheiden“, sagte Niebel der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitagausgabe) laut Vorabbericht.

Grund dafür sei, dass FDP-Landeschef Christian Linder sich anders als CDU-Spitzenkandidat Norbert Röttgen unabhängig vom Wahlausgang klar für Nordrhein-Westfalen entschieden habe. Ähnlich sieht es der schleswig-holsteinische FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki. Er rechnet mit einem Wiedereinzug seiner Partei in den Landtag.

Zugleich übte er Kritik am Bundesumweltminister. In der ZDF-Sendung „Maybrit Illner“ sagte Kubicki, Röttgens Verknüpfung der Abstimmung in Nordrhein-Westfalen mit dem Europa-Kurs von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sei „die gleiche Feigheit, mit der er nicht erklärt, ob er als Oppositionsführer nach Nordrhein-Westfalen geht“. Wenn Merkel sage, am kommenden Sonntag gehe es bei der Landtagswahl nur um NRW, dann habe sie Recht.

Einer Umfrage zufolge hat die FDP in NRW in der Wählergunst zugelegt. Die Liberalen steigern sich im Vergleich zum Vormonat von drei auf fünf Prozent, wie aus einer am Freitag veröffentlichten repräsentativen Umfrage des Berliner Meinungsforschungsinstituts Info im Auftrag von „Handelsblatt Online“ hervorgeht.

Es scheine möglich, „dass die Liberalen auf den letzten Metern vor der Wahlurne den zwischenzeitlich kaum noch für möglich gehaltenen Wiedereinzug in den Düsseldorfer Landtag schaffen“, sagte Info-Geschäftsführer Holger Liljeberg dem Blatt. Im Sog des Wahlerfolges in Schleswig-Holstein scheine auch FDP-Spitzenkandidat Lindner seine Chance nutzen zu können.

Zuwächse verzeichnete den Angaben zufolge auch die Union. Im Vergleich zum Vormonat gewinnt die CDU vier Prozentpunkte und erreicht jetzt 33 Prozent. Die SPD kommt auf 38 Prozent und verliert den Angaben zufolge zwei Prozentpunkte. Die Grünen erreichen elf Prozent und legen damit einen Prozentpunkt zu. Die Piraten rutschen um drei Prozentpunkte ab und würden mit acht Prozent den Einzug in den Landtag schaffen.

Röttgen sieht den Ausgang der Landtagswahl weiter offen. "In den Umfragen sagen 40 Prozent der Befragten, sie wüssten noch nicht, ob sie zur Wahl gehen und wen sie wählen würden", sagte er in einem Interview der Nachrichtenagentur dapd in Düsseldorf. Dies zeige, wie offen das Ergebnis noch sei.

Von

dapd

Kommentare (4)

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Ich_bin_aus_Deppendorf

11.05.2012, 09:53 Uhr

Und ich erwarte eine Wählerwanderung zu den Nichtwählern und ungültigen Wahlzetteln.

MikeM

11.05.2012, 10:51 Uhr

Ich hoffe auf eine Wählerwanderung zu freiheitlichen konservativen Parteien, die das Wohl unseres Landes verfolgen.

popper

11.05.2012, 11:08 Uhr

Die FDP muss sich erst programmatisch und personell erneuern. Erst dann kann sie verwarten in Deutschland noch gebraucht zu werden. Es wäre schlimm, wenn es den Medien auch in NRW gelingen würde, diese marode Partei über die 5%-Hürde zu hieven.

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