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01.04.2012

13:50 Uhr

NRW-Parteitag

Grüne setzen auf Eigenständigkeit

Die Grünen geben sich auf ihrem nordrhein-westfälischen Landesparteitag selbstbewusst und betonen ihre Eigenständigkeit. Parteichef Cem Özdemir kündigt der SPD eine „Partnerschaft auf Augenhöhe an“.

Grünen-Bundesparteichef Cem Özdemir mit der nordrhein-westfälischen Spitzenkandidatin Sylvia Löhrmann. dpa

Grünen-Bundesparteichef Cem Özdemir mit der nordrhein-westfälischen Spitzenkandidatin Sylvia Löhrmann.

EssenDie Grünen in Nordrhein-Westfalen streben nach der Landtagswahl am 13. Mai eine rot-grüne Koalition auf Augenhöhe an. „Wir wollen nicht zurück in die alten Zeiten von Koch und Kellner“, sagte der Grünen-Bundesvorsitzende Cem Özdemir am Sonntag beim Grünen-Landesparteitag. „Liebe SPD: Ab jetzt gibt's Partnerschaft auf Augenhöhe.“ Er kündigte einen „Kurs der Eigenständigkeit“ an.

Die Grünen seien eine „Klimaschutzpartei“, die sich für eine Energiewende einsetze und sowohl Atom- wie auch Kohleenergie ablehne. Zudem habe sich die Partei für die Schulreform und die Integrationspolitik im Land stark gemacht.

Die Grünen trafen bei dem Parteitag ihre Vorbereitungen und wählten 50 Kandidaten für den Landtag. Die Liste wird angeführt von Schulministerin Sylvia Löhrmann. Bis zum frühen Nachmittag wollten die Grünen ein überarbeitetes Wahlprogramm verabschieden.

Özdemir lobte die Arbeit der Grünen in der 20 Monate amtierenden NRW-Minderheitsregierung mit der SPD. Die Suche nach Mehrheiten über Fraktionsgrenzen hinweg habe der Politikkultur gut getan, sagte er. Die Schulreform mit der Einführung von Sekundarschulen zum längeren gemeinsamen Lernen sei ein großer Erfolg gewesen. „Es hätte die Schulreform nicht gegeben ohne Sylvia Löhrmanns beharrlichen Kampf.“

Bissig attackierte Özdemir die Liberalen. „Die FDP ist eigentlich tot, aber der Tod traut sich nicht, es der FDP zu sagen“, sagte Özdemir. Die Blockade von Hilfsangeboten für die Schlecker-Beschäftigten sei „Marktwirtschaft zum Abgewöhnen“ gewesen.

Im bisherigen NRW-Landtag hatten die Grünen bei 12,1 Prozent der Zweitstimmen 23 Abgeordnete gestellt. Umfragen sehen sie aktuell bei etwa demselben Ergebnis. Özdemir prognostizierte seiner Partei für die Wahl vom 13. Mai ein „grandioses Wahlergebnis“. Der Parteichef sagte: „Ohne uns geht es nicht!“

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

01.04.2012, 14:24 Uhr

Auf Augenhöhe - also nicht Koch oder Kellner
Na, jetzt schnappen sie aber über die Grünen.
Man kann nur hoffen, dass diese Typen blad wieder ins Nirwana verschwinden so wie im Saarland

Account gelöscht!

01.04.2012, 15:59 Uhr

Auf Augenhöhe mit der Kraft-SPD?
Lachhaft, das ist nicht schwer.

Aber finanziell auf Augenhöhe mit den Zahlmeistern Bayern, Hessen und BW zu kommen, das ist schon schwieriger, und von diesen Gutmenschen-Dampfplauderern sowieso niemals zu schaffen.
Verschulden und Geld rauszuwerfen, wenn"s andere zahlen -- mach doch mehr Spaß als seriöse Politik zu gestalten.

Crash

01.04.2012, 16:50 Uhr

Die GRÜNEN sind out mit ihren Fanatikern .

Ihnen kann das Volk die hohen Strompreise verdanken .

Die Grünen gehen den Gang der FDP.

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