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11.04.2012

08:55 Uhr

NRW-Pirat:

„Sexismus-Debatte wird hochgeschrieben“

In einem Brandbrief empörten sich Nachwuchs-Piraten über Sexismus in der Partei. Das Schreiben schlug hohe Wellen - sei allerdings „hochgeschrieben“ worden, sagt jetzt ein NRW-Pirat. Und spielt die Vorwürfe herunter.

Ein Luftballon mit Piratenlogo: Die Piraten ernten trotz interner Querelen traumhafte Umfragewerte. dpa

Ein Luftballon mit Piratenlogo: Die Piraten ernten trotz interner Querelen traumhafte Umfragewerte.

DüsseldorfDer nordrhein-westfälische Piratenpolitiker Lukas Lamla hält die Sexismus-Vorwürfe in seiner Partei für eine Phantomdebatte. „Dieser latente Alltagssexismus ist halt ein Element unserer Gesellschaft, das auch teilweise in unsere Partei eindringt. Allerdings betrifft das einige wenige unter tausenden Piraten“, sagte Lamla, der auf Platz zwei der Landesliste für die NRW-Landtagswahl am 13. Mai steht, der Nachrichtenagentur dpa. „Ich bin mir sicher, dass diese Art von Einzelmeinung auch in anderen Parteien vertreten ist.“ Die Nachwuchsorganisation der Piraten hatte sich in einem kürzlich veröffentlichten Schreiben darüber beklagt, dass Mitglieder mit diskriminierenden Aussagen auffielen.

Öffentlicher Brandbrief: Aufstand der Nachwuchs-Piraten

Öffentlicher Brandbrief

Aufstand der Nachwuchs-Piraten

Die Piraten müssen sich parteiinternen Querschlägern stellen.

Den wahlkämpfenden Piraten in NRW schadet die Debatte nach Lamlas Einschätzung nicht. „Dass solche Sachen öffentlich zur Sprache kommen, zeigt nur, wie gut unsere Partei funktioniert und vor allem wie sie lebt“, sagte der 28-Jährige. „Andere Parteien haben diesen Anspruch an Transparenz nicht und sind vielleicht nicht derart offen, dass so etwas an die Öffentlichkeit gerät.“ Medienvertreter nähmen die Sexismus-Debatte wichtiger als die Bürger, meinte Lamla. „Ich habe das Gefühl, das wird momentan ein bisschen hochgeschrieben.“ Die einzige Frau im Spitzenteam der Piraten für die Landtagswahl, Simone Brand, fühlt sich in der Partei trotz des hohen Männeranteils nicht benachteiligt.

„Ich habe mich nie in einer Gruppierung so wohl gefühlt wie bei den Piraten“, sagte die 44-Jährige. „Wir sind so rasant gewachsen und haben das gesamte Spektrum der Menschen dabei - natürlich gibt es da den ein oder anderen, der Stammtischzoten bringt oder sich politisch unkorrekt äußert.“ Der Umgang der Piraten miteinander sei aber ein „netter und zuvorkommender“. Die Piraten haben nach letzten Umfragen gute Chancen, bei der Wahl am 13. Mai in den Düsseldorfer Landtag einzuziehen.

Von

dpa

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

11.04.2012, 10:48 Uhr

Ein nutztloser Diskussionsverein, dessen Mitglieder am liebsten über sich selbst reden und natürlich über die Tatsache dass sie keine Ahnung haben,ihre Position noch nicht feststeht und angeblich soll das gut sein.Dabei haben wir Rekordunterbeschäftigung,Demographie-Krise die ihrer gleichen unter den entwickelten Nationen sucht,ein Gesundheits und Rentensystem welches in 10-15 Jahren kollabieren wird,ausgedünnte öffentliche Sicherheitsarchitektur,wodurch Menschen ständig in U-und S-Bahn in Angst auf dem Zug warten,eine Energiewende die sich selbst überlassen wurde.Eine Wähurng welche seit 2 Jahren eine Überlebenschance von nicht mehr als 50% hat.Dazu haben die Piraten keine Position aber das ist nicht schlimm,sie lernen,nur lieagt das Problem darin, dass D keine Zeit hat auf diese Leute zu warten.Langsam denke ich wir verdienen was aus Berlin kommt.

Holzauge

11.04.2012, 11:38 Uhr

"Besser Du als irgend ein Kerl" heist es bei den Grünen, DAS ist lupenreiner Sexismuss.
(...)

Post-gender ist die Zukunft, Menschen aufgrung ihrer Geschlechtsorgane einzuordnen ist Schwachsinn.
+++ Beitrag von der Redaktion editiert +++

Holzauge

12.04.2012, 08:36 Uhr

Sollen die Grünen ruhig auf Zickenfang gehen, auf die paar frustrierten alten Kampflesben können die Piraten gut verzichten.

Die Piraten wollen ja schliesslich Politik für die Bürgerinnen und Bürger des Landes machen und nicht den sozialen Rand.

+++Beitrag von Holzauge erweitert+++

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